Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "September 2018"
Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
Pred 3,11
Gottesdienste
::: Sonntag, den 7. Oktober 2018
10.00 Uhr Gottesdienst zum Erntedankfest
Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2018
Themen und Inhalte im Überblick
7. von 9 Themen im Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2018
Konfirmanden-Fahrt nach Hephata
Wie lebt die evangelische Kirche Diakonie? Oder anders ausgedrückt: Wie nimmt die Kirche ganz konkret ihren Auftrag zum Dienst am Menschen in unserer Gesellschaft wahr? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, machte sich die Konfirmandengruppe mit Pfarrer Remmert auf nach Hephata.

Die Diakonische Einrichtung Hephata liegt in Treysa. Ihren Namen hat sie aus der Heilungsgeschichte Markusevangelium, Kapitel 7: „Und Menschen brachten zu Jesus einen, der taub und stumm war, und baten ihn, dass er die Hand auf ihn lege. Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel und sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hephata!, das heißt: Tu dich auf! Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge löste sich, und er redete richtig.“



Die Konfirmanden erfuhren durch Körperübungen und -spiele, was es für das eigene Leben bedeutet, wenn man weder seine Hände benutzen noch sehen oder hören kann. Viele verstanden erst durch die konkrete Erfahrung, was es heißt, wenn etwas am Körper nicht richtig ist.
Nach der Einstimmung mit Körperübungen konnten die Konfirmanden in den jeweiligen Betrieben zwei Stunden mitarbeiten. Dort trafen sie auf Menschen mit unterschiedlichen Handicaps. Handicap bedeutet Benachteiligung, Vorbelastung, Erschwerung. Was es für diese Menschen mit Handicap heißt zu arbeiten, erlebten die Konfirmanden in der gemeinsamen Arbeit.

Nach dem Mittagessen besuchten die Konfirmanden noch das eindrückliche Mahnmal in Hephata vor der Hephata-Kirche. Das Mahnmal erinnert an ein dunkles Kapitel der Diakonie in Treysa. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden ab 1937 insgesamt 385 Bewohnerinnen und Bewohner Hephatas in staatliche Einrichtungen verlegt und anschließend ermordet.

Mit der Verpflichtung, das Leben zu achten, oder mit dem großen Theologen, Arzt und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer gesagt „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“, und von dieser Ehrfurcht vor dem Leben sein Handeln bestimmen zu lassen, ging der erlebnisreiche Tag zu Ende.

Nach einem Abschluss mit Gruppenfoto ging es dann wieder zurück nach Hünfeld.
Pfarrer Stefan Remmert
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief_2018, Fotostudio Daniel, Privatfotos
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