Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Dezember 2018"
Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.
Mt 2,10
Gottesdienste
::: Sonntag, den 16. Dezember 2018
10.00 Uhr Gottesdienst im Rahmen der Predigtreihe „Werte“ mit Pfarrer Jürgen Gossler zum Thema „Wahrheit“
::: Mittwoch, den 19. Dezember 2018
18.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2018
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2018
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2018
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dezember 2018
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 25. Dezember 2018
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2018
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2019
18.00 Uhr Ökum. Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief - Nov., Dez. 2018 Januar, Februar 2019
Themen und Inhalte im Überblick
5. von 11 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2018 Januar, Februar 2019
Slowenien – Eine Reise in das Weltgebetstagsland 2019
Vielen ist das kleine Land südlich von Österreich nur als Durchgangsgebiet auf dem Weg nach Kroatien bekannt. Doch eine Reise dorthin lohnt sich auf alle Fälle. Flächenmäßig fast so groß wie Hessen mit etwas über 2 Millionen Einwohnern, kann man morgens in den Julischen Alpen oder den Karawanken Ski fahren und nach einer Stunde Autofahrt an der 46,6 Kilometer langen Adriaküste zum Schwimmen gehen. Aber Slowenien hat mehr zu bieten als Hochgebirge und Küste.

Die Pannonische Tiefebene bildet das Zentrum und den Osten des Landes. Parallel zur Adriaküste zieht sich das Dinarische Gebirge mit den typischen Karsterscheinungen entlang. Spektakuläre Tropfsteinhöhlen, immerhin über 8000, lassen sich teilweise besuchen. Wilde Gebirgsbäche locken zum Tauchen und Raften.

Das Kartäuserkloster ZeizWanderwege durch tiefe Wälder – immerhin sind fast 60% der Fläche mit Wald bedeckt – können Begegnungen der besonderen Art bieten: über 600 Braunbären, einige Wölfe und Luchse. Aber keine Angst, in den letzten Jahrzehnten ist es so gut wie gar nicht zu unerfreulichen Zusammentreffen gekommen. Mitten im Land die schöne Hauptstadt Ljubljana mit ca. 280 000 Einwohnern.

Während der Reise, die ich mit der Evangelischen Frauenhilfe von Westfalen unternommen habe, lernten wir zuerst die zweitgrößte Stadt Maribor kennen. Hier machte uns das Denkmal für die von den Nazis ermordeten Menschen sehr betroffen. Von Maribor aus besuchten wir ein Romadorf in der Nähe von Murska Sobota im Osten des Landes und ließen uns von den Schwierigkeiten dieser Minderheit im Land berichten.

Eine der berühmten Drachenfiguren auf Ljubljanas bekanntestem Wahrzeichen, der DrachenbrückeDann ging es weiter zur evangelischen Gemeinde in Murska Sobota,

wo wir überaus herzlich empfangen wurden. Bei typischen Kuchen – Potica und Gibanica und Kaffee erläuterte uns Pfarrerin Filo die Frauenarbeit der Evangelischen Gemeinden in Slowenien. Die Evangelischen bilden eine Minderheit von nur 0,9% der Gesamtbevölkerung. Zu ihren Schwerpunkten gehören viele diakonische Aufgaben wie eine Essensausgabe für alte Menschen.

Dann standen touristische Sehenswürdigkeiten wie die alte Stadt Ptuj mit ihrer Burg und den hervorragenden Weinen auf dem Programm. Über die Situation der berufstätigen Frauen berichteten uns Mitarbeiterinnen eines Sozialprogramms in Celje, wo wir auch ein Obdachlosenheim besichtigen durften.

Ein Sonntagsgottesdienst in Maribor mit der Militärpfarrerin Sloweniens Vladimira Mesaric war ein besonderes Erlebnis. In der frisch renovierten Evangelischen Luther-Kirche fanden sich mit uns noch etwa 30 Gläubige ein. Im anschließenden Gespräch erläuterte uns die Pfarrerin die Geschichte der Gemeinde in Maribor. Auf dem Weg nach Ljubljana statteten wir dem uralten Kartäuserkloster Seiz einen Besuch ab.

Blick auf die 'Drei Brücken', eine architektonische Besonderheit bestehend aus einer Steinbrücke aus dem Jahr 1842 und zwei seitlichen Fußgängerbrücken aus dem Jahr 1931.In Ljubljana selbst beeindruckten die Jugendstilhäuser, die drei Brücken, die Drachenbrücke, die große Burg und der Dom mit den modernen Bronzetüren. Bei einem Besuch der Evangelischen Kirche machten wir die Bekanntschaft der imponierenden Politikerin Sonja Lokar, die uns über die Situation von Frauen in der Politik berichtete. Hier trafen wir auch auf Frauen aus dem slowenischen Weltgebetstags-Team, die erzählten, dass der WGT erst seit etwa dem Jahr 2000 in Slowenien gefeiert wird und sie sich mit 20 Frauen an die schwierige Aufgabe wagten, den WGT für das Jahr 2019 vorzubereiten. Beeindruckend auch Bischof Filo, der die Arbeit der Frauen sehr unterstützt und uns über die ökumenische Zusammenarbeit in Slowenien berichtete.

Bronzetür am Dom St. Nikolaus in Ljubljana - angefertigt anlässlich des Besuchs von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1996Zum Abschluss unserer Reise warteten noch touristische Höhepunkte wie der Bleder See mit der Kirche Maria Himmelfahrt auf der einzigen Insel Sloweniens und im Anschluss der Besuch des Marienheiligtums in Brezje auf uns.

Einen großen Anteil am Erfolg der Reise hatte unsere kompetente Reiseleiterin Simona, die am Ende meinte, so viel wie mit uns habe sie bisher noch nicht über die Situation von Frauen in ihrem Land erfahren. Tief beeindruckt und bewegt von all diesen Begegnungen und Eindrücken verließen wir nach achttägiger Reise Slowenien.
Renate Ehmer
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief 1.2015 und 1.2019, Privatfotos
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