Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2017
Themen und Inhalte im Überblick
5. von 5 Themen im Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2017
Deutscher Evangelischer Kirchentag Berlin - Wittenberg
24. - 28. Mai 2017
Du siehst mich (1. Mose 16,13)

2500 Veranstaltungen unter dem Motto „Du siehst mich“ locken zum Kirchentag und wir sind dabei. Wir fragen uns: Was ist uns wichtig, was wollen wir auf keinen Fall verpassen? Das Programm mit seinen 562 Seiten wird studiert, bis wir endlich unsere Entscheidungen getroffen haben.

Am Mittwoch beginnen wir mit einer Stadtrundfahrt, fangen die Größe und Atmosphäre unserer Bundeshauptstadt ein und erleben am Abend die Probleme bei einer Großveranstaltung: Taschen und Rucksäcke werden kontrolliert und Polizisten regulieren die Menschenmassen. Wir akzeptieren die Sicherheitsmaßnahmen und erleben mit einiger Verspätung den Eröffnungsgottesdienst am Brandenburger Tor. Beim anschließenden Abend der Begegnung werden wir von Gemeinden, Einrichtungen und Freunden
der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz willkommen geheißen. Wir genießen Currywurst und musikalische Begleitung von Rock über Swing bis Weltmusik auf der Straße Unter den Linden.

Donnerstag zieht es uns zur Bibelarbeit mit Margot Käßmann: Maria und Elisabeth begegnen sich (Lukas 1, 39-56). Maria und Elisabeth haben in ähnlich schwierigen Zeiten wie heute ihre Kinder zur Welt gebracht. Sie haben sich in dieser Zeit immer gegenseitig gestützt, ermutigt und sind füreinander eingestanden. So ist der Glaube natürlich zuallererst die Beziehung zu Gott, aber er ist eben auch Ermutigung zum Handeln in der Welt und an den Mitmenschen.

Die Vielfalt der Kirchenmusik erleben wir bei einer Podiumsdiskussion mit A-Capella Chören während der Veranstaltung: Soundtrack des Glaubens. Auf dem Markt der Möglichkeiten nutzen wir die Gelegenheit für eine Probefahrt auf dem Senioren-Dreirad, was durchaus Einweisung und Übung erfordert, aber auch Spaß macht.



Spannend ist eine Podiumsdiskussion mit einem Blickwechsel auf Hagar (1. Mose 16,1-16) mit einer Religionswissenschaftlerin, einer Muslima und einer Rabbinerin: Ich sehe das, was du nicht siehst. Der Blick der drei „Buchreligionen“ auf die gleiche Geschichte ist erhellend und zeigt, wie viel man vom jeweils andern Glauben lernen kann und wie wenig wir voneinander wissen.

Ein Feierabend mit Dr. Fulbert Steffensky zu dem Thema: Verleih uns Frieden gnädiglich! Seine nachdenklichen Worte und die faszinierenden Improvisationen von Michael Wollny am Flügel klingen noch lange in uns nach und finden erst bei einem Glas Rotwein in einer lauen Berliner Mainacht ihren Ausklang.
Am Freitag schließen sich weitere Bibelarbeiten zu 1. Mose 33,1-17 bei Dr. Eckhart von Hirschhausen (Arzt und Kabarettist), Dr. Sigurd Rink (Militärbischof) und Renke Brahms (Friedensbeauftragter der Ev. Kirche Deutschlands) an.

Um das Thema „Toleranz und friedliches Zusammenleben“ geht es in einer Diskussion zwischen Sheikh Ahmad al-Tayyeb, Großscheich al-Azhar aus Kairo, und dem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, MdB aus Berlin. Der Großscheich, das wichtigste geistliche Oberhaupt der sunnitischen Muslime, erklärt, dass die Terrorakte des sogenannten IS mit dem muslimischen Glauben nicht vereinbar und aufs Schärfste zu verurteilen sind, zumal die meisten Opfer selbst Muslime sind. Er regt an, einen Tag für den Frieden zu benennen, an dem die Kirchenglocken läuten und die Muezzine in den Moscheen zum Frieden aufrufen. Thomas de Maizière stimmt dem zu und beide sind der Meinung, dass Unwissenheit der erste Schritt zur Intoleranz ist. Das bedeutet, wir müssen mehr übereinander lernen, um die jeweils andere und die eigene Religion besser kennenzulernen.

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-kirche erleben wir am Samstag eine Bibelarbeit zu Lukas 19,1-10 – Jesus sieht Zachäus – mit der Schriftstellerin und Krimiautorin Gisa Klönne. Sie stellt in ihrer Einleitung fest: „…das wird garantiert meine ungewöhnlichste Veranstaltung 2017. Das Thema vom Zöllner Zachäus ist hochaktuell! Nur beim Willen zur Umkehr können die heutigen Abzocker noch nachlegen.“

Der Leitgedanke des Sehens und Gesehenwerdens, vom Wahrnehmen und Wertschätzen, besonders dass Gott uns sieht und mit uns geht, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Veranstaltungen.

Wir beschließen den Kirchentag mit einer lustigen Spree-Dampferfahrt bei strahlendem Sonnenschein. Und verstärkt durch die vielen gelben T-Shirts der Borussia Fans genießen wir zum letzten Mal die Berliner Luft, bevor wir uns bereichert, glücklich und auch müde auf den Heimweg machen. Den Schlussgottesdienst auf den Elbwiesen in Wittenberg sehen wir uns zuhause im Fernsehen an.
Annerose Drese, Renate Ehmer, Hannelore Wirth
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief_2017, comic+caricaturen, Fotostudio Daniel, Privatfotos
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