Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Mai 2018"
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Hebr 11,1
Gottesdienste
::: Sonntag, den 27. Mai 2018
10.00 Uhr Gottesdienst mit Pfr. Johannes Zechmeister 10 Uhr zum Thema „Gerechtigkeit“ im Rahmen der Predigtreihe „Werte“
::: Sonntag, den 10. Juni 2018
14.00 Uhr Gottesdienst zum Gemeindefest mit Einführung der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden
Gemeindebrief - März, April, Mai, Juni 2018
Themen und Inhalte im Überblick
1. von 12 Themen im Gemeindebrief - März, April, Mai, Juni 2018
Liebe Gemeinde!
Wenn Sie diesen Gemeindebrief in Händen halten, liegen zwei sportliche Großereignisse dieses Jahres schon hinter uns: die Handballweltmeisterschaft in Kroatien und die Olympischen Winterspiele in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang. Und wenn die nächste Ausgabe des Gemeindebriefs erscheint, hat das Sportereignis mit dem größten öffentlichen Aufmerksamkeitswert bereits begonnen: die Fußballweltmeisterschaft in Russland.

Was nahezu alle Mannschaftssportarten von Handball über Eishockey bis zum Fußball miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass nicht von der ersten bis zur letzten Minute durchgespielt wird. Im Fußball gibt es eine Halbzeitpause, im Eishockey gibt es zwei Drittelpausen und im Handball gibt es neben der Halbzeitpause auch noch die Möglichkeit zu „Auszeiten“, in denen das Spiel für kurze Zeit unterbrochen wird. Wozu dienen diese Unterbrechungen?

Zum einen natürlich zur Erholung. Die Pausen geben den Spieler*innen die Gelegenheit, nach einer Zeit intensiver Anstrengung neue Kräfte zu sammeln. Doch etwas anderes ist ebenso wichtig: Die Pause oder die Auszeit gibt dem Trainer die Gelegenheit, die Spieler*innen neu einzustellen. Denn in der Hektik des Spiels passiert es immer wieder, dass die Spieler*innen die Übersicht verlieren oder sich nicht an den vereinbarten Spielplan halten. In der Pause kann der Trainer auf Fehler aufmerksam machen, die Taktik noch einmal in Erinnerung rufen und die Mannschaft – besonders, wenn sie im Rückstand liegt – noch einmal motivieren. Und manchmal wirkt so eine „Kabinenpredigt“ Wunder: Die Mannschaft kehrt mit veränderter Einstellung und neuem Schwung auf den Platz zurück und dreht ein Spiel, das eigentlich schon verloren schien.

Vieles von dem, was in der Pause eines Spiels passiert, geschieht auch im Gottesdienst. Man könnte auch sagen: Was die Pause für ein Handball- oder Fußballspiel ist, das ist der Gottesdienst für unseren Lebensalltag. Denn auch der Gottesdienst will uns die Möglichkeit geben, nach den Anstrengungen des Alltags zur Ruhe zu kommen und neue Kräfte zu sammeln. Nun könnte man natürlich einwenden: Dazu brauche ich nicht am Sonntagmorgen aufzustehen und in die Kirche zu gehen. Zur Ruhe komme ich auch im Bett oder auf der Wohnzimmercouch.

Das lässt sich nicht bestreiten. Aber es gibt zwei Gründe, weshalb das weiche häusliche Bett die harte Kirchenbank nicht ersetzt: Zum einen geht es im Gottesdienst nicht um das Sammeln körperlicher, sondern um das Sammeln geistlicher Kräfte. Nicht der Körper soll wieder aufgebaut werden, sondern die Seele.

Das Zweite hängt damit eng zusammen: Wie die Spielpause bietet auch der Gottesdienst die Chance, das, was zuvor geschehen ist, Revue passieren zu lassen. Die Worte, die wir im Gottesdienst hören, wollen uns die Gelegenheit geben, unser alltägliches Leben zu überprüfen. Denn im oft hektischen Alltag bleibt so manches von dem, was wir uns vorgenommen hatten, auf der Strecke. Und die Worte unseres „Trainers“ Jesus wollen uns seinen „Spielplan“ für unser Leben in Erinnerung rufen und uns auf Fehler, die uns unterlaufen sind, aufmerksam machen. Nicht um uns kleinzumachen, sondern um uns die Chance zu geben, aus Fehlern zu lernen und sie zu korrigieren. Denn die Worte Jesu sind keine „Gardinenpredigt“, sondern eine Ansprache, die uns Mut machen will. Gerade dann, wenn eine Zeit hinter uns liegt, in der nicht alles nach Plan lief, will die Ansprache Jesu uns neu motivieren für den Weg, der vor uns liegt – damit wir mit veränderter Einstellung und neuem Schwung in unser alltägliches Leben zurückkehren können.

Deshalb empfehle ich Ihnen: Tun Sie sich etwas Gutes! Nehmen Sie sich regelmäßig eine „Auszeit“ für die Seele. Die Gottesdienste und auch die Andachten, die wir in unserer Kirche in den nächsten Wochen feiern werden, sind dazu ein Angebot. Ich würde mich freuen, wenn Sie von diesem Angebot Gebrauch machen.

Mit herzlichen Segenswünschen für die bereits laufende Passionszeit und die bevorstehende Osterzeit grüßt Sie
Pfarrer Jürgen Gossler
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief 2+3/2018, Privatfotos
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