Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "November 2018"
Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
Offb 21,2
Gottesdienste
::: Buß- und Bettag, 21. Nov. 2018
19.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in der Ev. Stiftskirche
::: Totensonntag, 25. Nov. 2018
19.00 Uhr Gottesdienst mit Verlesung der Namen der im vergangenen Kirchenjahr verstorbenen Gemeindemitglieder
::: 1. Sonntag im Advent, 2. Dez. 2018
10.00 UIhr Gottesdienst mit Eröffnung der 60. Aktion „Brot für die Welt“, mitgestaltet vom Chor „Gospel of Joy“
::: Mittwoch, den 5. Dezember 2018
18.00 Uhr Adventsandachten
::: Mittwoch, den 12. Dezember 2018
18.00 Uhr Adventsandachten
::: Sonntag, den 16. Dezember 2018
10.00 Uhr Gottesdienst im Rahmen der Predigtreihe „Werte“ mit Pfarrer Jürgen Gossler zum Thema „Wahrheit“
::: Mittwoch, den 19. Dezember 2018
18.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2018
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2018
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2018
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dezember 2018
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 25. Dezember 2018
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2018
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2019
18.00 Uhr Ökum. Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief - Nov., Dez. 2018 Januar, Februar 2019
Themen und Inhalte im Überblick
1. von 11 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2018 Januar, Februar 2019
Liebe Gemeinde,
„Brot für die Welt“: So heißt die größte Hilfsorganisation der Evangelischen Kirche in Deutschland. Am ersten Adventssonntag feiert sie ein Jubiläum. Denn an diesem Tag wird die 60. Aktion „Brot für die Welt“ eröffnet. Zum 60. Mal sammelt „Brot für die Welt“ Spenden, die vor allem Not leidenden Menschen in den armen Ländern auf der südlichen Erdhalbkugel zugutekommen.

Doch was hat evangelische Christen eigentlich dazu bewogen, eine solche Spendenaktion ins Leben zu rufen? Die Antwort auf diese Frage lässt sich nur durch einen Rückblick auf die deutsche Geschichte geben.

Erinnerungen an die Not der Nachkriegszeit
Als die erste Aktion „Brot für die Welt“ 1959 startete, lag das Ende des Zweiten Weltkriegs 14 Jahre zurück. Von den Folgen des Krieges war im westlichen Teil Deutschlands zu dieser Zeit schon nicht mehr viel zu sehen. Die Trümmer des Krieges waren weitgehend beseitigt, und das Land erlebte eine wirtschaftliche Blüte, die an ein Wunder grenzte. In aller Welt sprach man deshalb vom deutschen Wirtschaftswunder.
Doch trotz aller Freude über dieses „Wunder“ war bei den meisten Menschen unseres Volkes die Not der Nachkriegszeit noch längst nicht vergessen. Zahllose Menschen aus den östlichen Gebieten Deutschlands waren am Ende des Krieges aus ihrer Heimat vertrieben worden und hatten Zuflucht in den Städten und Dörfern eines zerstörten Landes gesucht. Den Flüchtlingen fehlte damals fast alles, was Menschen zum Leben brauchen: ein Dach überm Kopf, warme und schützende Kleidung und genügend Nahrung. Überall in Deutschland herrschte der Mangel. Lebensmittel waren streng rationiert und nur gegen Lebensmittelkarten erhältlich. Auch das Brot. Zumindest in den Städten.

Erinnerung an Hilfe aus Amerika
Aber den Menschen war nicht nur die Not, die sie gelitten hatten, im Gedächtnis geblieben, sondern auch die Hilfe, die sie erfahren hatten. Und zwar nicht zuletzt die Hilfe aus dem Ausland, vor allem aus Amerika. Es war der Marshallplan gewesen (benannt nach dem damaligen amerikanischen Außenminister George Marshall), der zum wirtschaftlichen Wiederaufbau des zerstörten Landes beigetragen hatte. Und der wirtschaftliche Aufbau war Hand in Hand gegangen mit dem Aufbau eines demokratischen Staatswesens und einer neuen Rechtsordnung.

Doch die Unterstützung aus Amerika, die den Menschen in unserem Land wieder auf die Beine half, beschränkte sich nicht auf die Maßnahmen der Regierung. Es gab auch eine groß angelegte Hilfsaktion von Privatleuten, die sich bemühten, die Not der Menschen im fernen Deutschland zu lindern. Diese Organisation hieß „Care“. Das bedeutet „Fürsorge“. Millionen von „Care-paketen“ wurden in Amerika gepackt und nach Deutschland geschickt, um dort hungernde Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Das Standard-Care-Paket enthielt Fleischkonserven, Getreide, Zucker, eingemachtes Obst und Gemüse, Kakao und Kaffee für 30 Mahlzeiten.

Hilfe als Dank für erfahrene Unterstützung
Diese großzügige Hilfe von Menschen aus einem fernen Land war den Deutschen Ende der 1950er Jahre noch in bester Erinnerung. Und das brachte evangelische Christen auf eine Idee: So wie Millionen von Not leidenden Menschen in unserem Land nach dem Krieg geholfen worden war, wollten sie nun versuchen, Not leidenden Menschen in anderen Ländern der Welt zu helfen. Und so wurde 1959 in der Evangelischen Kirche in Deutschland die erste Aktion „Brot für die Welt“ gestartet.

Zur Eröffnung der Aktion waren 12.000 Menschen in die Berliner Deutschlandhalle gekommen. Die ersten Spenden wurden in den Dosen gesammelt, in denen die Amerikaner nach dem Krieg Milchpulver nach Deutschland geschickt hatten. Das Ergebnis der Aktion übertraf damals alle Erwartungen: Über 20 Millionen D-Mark wurden in ganz Deutschland gesammelt – für damalige Verhältnisse und in Anbetracht der Kaufkraft der D-Mark eine enorme Summe! Mit dem gesammelten Geld wurden die ersten Hilfsprojekte von „Brot für die Welt“ in drei Erdteilen unterstützt.

Der Schwerpunkt der Arbeit lag zunächst in Indien, wo damals eine Hungersnot herrschte, von der etwa 12 Millionen Menschen betroffen waren. Dort wurden drei Projekte zur Kinderspeisung und zur landwirtschaftlichen Entwicklung gefördert. Aufgrund des überwältigenden Erfolgs der Sammlung wurde das, was zunächst nur als einmalige Aktion geplant war, zu einer dauerhaften Einrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland. Und so wird am ersten Adventssonntag dieses Jahres die 60. Aktion „Brot für die Welt“ eröffnet.

Ich glaube, dass das, was die Initiatoren der ersten Aktion „Brot für die Welt“ mit klarem Blick erkannt hatten, auch heute noch gilt: Sowohl aufgrund unseres Wohlstands als auch aufgrund unserer Geschichte haben wir eine besondere Verpflichtung gegenüber Menschen, die heute in Not und Elend leben. Nach meiner Überzeugung können wir dieser Fürsorgepflicht nicht besser nachkommen als durch die Unterstützung von „Brot für die Welt“.

Hunger nach Gerechtigkeit
Schon seit etwa 40 Jahren leistet „Brot für die Welt“ nicht mehr nur akute Nothilfe, sondern unterstützt auch Organisationen, die sich in ihren Ländern für den Aufbau einer demokratischen Rechtsordnung einsetzen. Denn auch das hatten die Menschen in unserem Land in der Zeit des Nationalsozialismus ja bitter erfahren: Unrecht und Gewalt bringen Not und Elend über viele unschuldige Menschen. Heute leiden Menschen in den armen Ländern unserer Erde aber nicht nur unter dem Unrecht, für das ihre Regierungen verantwortlich sind, sondern auch unter einer ungerechten Weltwirtschaftsordnung. Der Hunger der Menschen nach Nahrung wird deshalb auf Dauer nur gestillt werden können, wenn auch ihr „Hunger nach Gerechtigkeit“ gestillt wird.

So lautet deshalb auch das Motto der 60. Aktion „Brot für die Welt“, die wir in unserer Gemeinde im Gottesdienst am ersten Adventssonntag, dem 2. Dezember, eröffnen werden. Mitgestaltet wird der Gottesdienst vom Gospelchor unseres Kirchenkreises „Gospel of Joy“ unter der Leitung von Kantorin Brigitte Lamohr. Ich hoffe, möglichst viele von Ihnen zu diesem Gottesdienst begrüßen zu können und bitte Sie herzlich, das Anliegen von „Brot für die Welt“ mit Ihrer Spende zu unterstützen.

Mit herzlichen Segensgrüßen für die bald beginnende Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest grüßt Sie Ihr Pfarrer
Jürgen Gossler
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief 1.2015 und 1.2019, Privatfotos
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