Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
2. von 16 Themen im Gemeindebrief - Erntedank 2005
Gedanken zum Monatsspruch „August 2005“
Er ist der lebendige Gott, er lebt in Ewigkeit.
Sein Reich geht niemals unter, seine Herrschaft hat kein Ende.
Daniel 6, 27

Liebe Leserinnen und Leser!

Dieser Monatsspruch ist ein mutiges und standhaftes Bekenntnis zu Gott – eine unerschütterliche Glaubenshaltung. Daher freue ich mich, sie heute mit diesem Monatsspruch grüßen zu können.

Wenn wir den Namen Daniel hören, denken wir unwillkürlich an das Wort „Löwengrube“. Aber wer war dieser Daniel? Und, was hat das Wort Löwengrube mit ihm zu tun? Daniel war einer der großen Propheten Israels aus der Zeit des jüdischen Volkes in Babylonischer Gefangenschaft. Auf Grund seiner Weisheit und Rechtschaffenheit stieg er – trotz seiner Herkunft aus einem unterworfenen Volk – zu höchsten Verwaltungsämtern auf. Doch dann hat Daniel erfahren müssen, dass sein offenes und auch gelebtes Bekenntnis seines Glaubens an Gott ihm mehr als nur Unannehmlichkeiten einbrachte. Mit den Löwen in der Grube eingesperrt! – eine ausweglosere Lage kann man sich wohl kaum vorstellen. Und dabei hat Daniel nicht einmal Unrecht begangen. Er hat nur auf Gott gehört.

Der König von Babel hatte einen Erlass herausgebracht, dass man in seinem Reich nur noch ihn selbst und keinesfalls mehr einen anderen – einen fremden Gott anbeten darf. Die Juden, die dort lebten, waren damit herausgefordert – und mit ihnen natürlich auch Daniel. Aber dieser machte nicht mit, missachtete den Erlass, weil er Gottes Gebot über die Anordnung des Königs stellte.

Mit Gott wird das Leben nicht in jedem Fall einfacher. Manchmal bringt man sich dadurch gar in Gegensatz zu Weltanschauungen und anderen Menschen.- Wer dennoch an Gott festhält und nicht ständig im Strom mitschwimmt, den kostet es zwar eine Menge Kraft und Energie, aber sein Leben wird dadurch „reicher“ und interessanter. Das hat der Prophet Daniel durch die Prüfungen Gottes in seinem Leben schon mehrfach erfahren. Nicht zuletzt in der Löwengrube, wo er wie ein Wunder durch die gnädige Hand Gottes vor den wilden Tieren gerettet wurde. Die neidischen Minister hingegen, die Daniel beim König verleumdet hatten und die dieser, nachdem er ihr Spiel durchschaute, mit ihren Familien ebenfalls in die Löwengrube werfen liess, wurden sofort von den Löwen zerrissen. Damit bewahrheitet sich aufs Neue das altbekannte Sprichwort:: „Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!“

Der Monatsspruch August macht uns Mut: Gottes Macht ist stärker als die der scheinbar so übermächtigen Realitäten. Aber nur wer es wagt, Schwierigkeiten nicht aus dem Weg zu gehen, sondern Gott zu vertrauen, der kann auch die Erfahrung machen, wie Gott schützen, tragen oder Kraft zum Ertragen geben kann. Es ist wohl wahr: Gott bewahrt nicht vor allem Leid, aber er trägt im Leid. Gott hat auf jeden Fall das letzte Wort: über uns – und auch über die, die uns zuweilen das Leben schwer machen.

Herr, unser Gott, dein Wort gilt: Nichts kann uns von deiner Liebe scheiden. Wir danken dir, dass du deine Hand über uns hältst, auch und gerade in der heutigen verführerischen Welt mit all ihren Reizen und Verlockungen. Stärke uns im Glauben. Schenke uns Kraft und Mut für den Weg, den du uns führst. Du weißt, was gut für uns ist. Dein Wille geschehe.
Karl Best
Kirchenältester
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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