Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "April 2018"
Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Joh 20,21
Gottesdienste
::: Sonntag, den 6. Mai 2018
10.00 Uhr Gottesdienst zur Konfirmation der 1. Konfirmandengruppe
::: Donnerstag, den 10. Mai 2018
11.00 Uhr Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt im Pavillon im Bürgerpark, musikalische Begleitung durch die Gruppe „Friends“ aus Burghaun
::: Sonntag, den 13. Mai 2018
10.00 Uhr Gottesdienst zur Konfirmation der 2. Konfirmandengruppe
::: Pfingstsonntag, 20. Mai 2018
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: Pfingstmontag, 21. Mai 2018
18.00 Uhr ökumenischer Pfingstgottesdienst in der Klosterkirche
(Am Morgen des Pfingstmontags findet kein Gottesdienst statt.)
::: Sonntag, den 27. Mai 2018
10.00 Uhr Gottesdienst mit Pfr. Johannes Zechmeister 10 Uhr zum Thema „Gerechtigkeit“ im Rahmen der Predigtreihe „Werte“
::: Sonntag, den 10. Juni 2018
14.00 Uhr Gottesdienst zum Gemeindefest mit Einführung der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
5. von 9 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2017 Januar, Februar 2018
Neues aus dem Kindergarten

Weltkindertag

Am 20. September war es wieder soweit; wir feierten den Weltkindertag, der dieses Jahr unter dem Motto stand: „Kinder haben das Recht, frei zu lernen“

Frei zu lernen, heißt: Ich eigne mir die Welt auf meine eigene Art und Weise an.

Aber: Können das Kinder denn überhaupt? – Oder müssen nicht wir Erwachsenen ihnen das alles beibringen?

Schauen wir doch einmal bei uns in den Kindergarten:
Wenn die Kinder morgens kommen, kann man beobachten, wie sie sich frei nach ihren Bedürfnissen etwas zum Spielen aussuchen. Zum Beispiel: Malen, Bauen, Puzzlen, Spielen in der Puppenecke oder am Tisch…

Welches dieser Kinder hat sich jetzt das Recht auf freies Lernen herausgenommen?
Die Antwort ist einfach: Alle!
Wenn Sie sich nun fragen, was man beim Spielen schon Besonderes lernen kann, so will ich Ihnen nur einige Beispiele nennen.

Malen: Stifthaltung, Geschicklichkeit (= Feinmotorik), richtiger Krafteinsatz, Kreativität ….
Bauen: Geschicklichkeit, Vorstellungskraft, räumliches Denken, Kreativität, „Fachgespräche“/ voneinander Lernen…..
Puzzlen: Feinmotorik, Zuordnen, Farb- und Formunterschiede erkennen, …….
Puppenecke: sozialer Umgang miteinander, Hilfsbereitschaft, Sprachübung, Konflikte lösen, Alltagssituationen nachleben,…..
Tischspiele: Regelverständnis, Zählen, Farben, soziales Miteinander, ….
Spielen auf dem Außengelände: Laufen, Hüpfen, Balancieren (Grobmotorik), Natur erforschen, Erfahrungen mit verschiedenen Materialien (z.B. Sand, Gras, Erde, Matsch, Wasser, Wind)

Man könnte diese Liste noch um einiges ergänzen!!
Die Rolle des Erwachsenen hierbei besteht darin, die Kinder in ihrem Tun zu unterstützen. Das heißt, wir schauen und hören ganz genau hin, womit sich die Kinder beschäftigen und können ihnen dann zu ihrem Interessengebiet noch weitere Denkanstöße bzw. Materialien zum Vertiefen geben. Außerdem können wir sie einfach mal fragen, was sie zu diesem Thema noch wissen oder ausprobieren wollen.

Damit Sie sich das besser vorstellen zu können, gebe ich Ihnen ein Beispiel:
Wir hatten eine Zeit, in der die Kinder den ganzen Kindergarten nach Spinnen abgesucht haben. Auch draußen waren sie damit beschäftigt, nach Ameisen, Kellerasseln, Regenwürmern u.ä. zu suchen. Da wir merkten, dass die Kinder von den kleinen Tieren mehr erfahren wollten, haben wir dies zu unserem Gruppenthema gemacht. Wir schauten gemeinsam in Büchern nach, wie Spinnen, Käfer und Schnecken leben. Die Kinder suchten diese Tiere und schauten sie mit Lupen genau an. Wir fanden heraus, was sie fressen, wo sie leben und wer ihre Feinde sind. Sogar basteln konnte man die Tiere und im Gruppenraum wurde mit Hilfe von Stühlen und Wolle ein großes Spinnennetz gebaut, in dem viele Kinder als Spinnen herumklettern und krabbeln konnten.
Auch Lieder und Geschichten ließen sich dazu noch viele finden. Die Kinder hatten in dieser Zeit sehr viel Spaß und haben viel gelernt.

An diesem Beispiel kann man sehen, dass Kinder gerne lernen und allein durch ihren Entdeckerdrang die Welt erkunden.

Weltkindertag

Unsere Erfahrungen mit dem Thema des Weltkindertages haben uns den Anstoß dazu gegeben, den Kindern in Zukunft noch mehr freie Entdeckermöglichkeiten zu geben. Deshalb bieten wir jetzt in allen Gruppen einen Experimentiertisch (auch Lernwerkstatt genannt) an. Auf diesem Tisch (oder Teppich) werden regelmäßig verschiedene Materialien angeboten, mit denen die Kinder etwas ausprobieren dürfen und somit selbständig verschiedene Lerneffekte erzielen können.
Das kann z.B. ein Farb- oder Zahlenzuordnungsspiel sein oder verschieden große Schrauben und Muttern für die Feinmotorik. Auch eine Waage oder eine Schüssel Wasser mit unterschiedlich großen Bechern kann gut zum Experimentieren einladen.
Ziel ist es, dass die Kinder diesen Tisch selbständig erkunden und herausfinden, was man mit diesem Angebot erreichen kann.

Und wenn Sie jetzt wissen wollen, wie Sie Ihr Kind zu Hause beim Lernen unterstützen können, machen Sie es wie wir: Hören und schauen sie genau hin, wofür sich ihr Kind interessiert, und helfen Sie ihm, Antworten auf seine Fragen zu finden. Und keine Angst, Ihr Kind erwartet nicht, dass Sie alles wissen. Sie können auf eine Frage ehrlich sagen: „Das weiß ich leider nicht. Wollen wir es zusammen herausfinden!?“ – Ihr Kind wird begeistert sein!



Kinder, die gelernt haben, dass sie ernst genommen werden und ihre Meinung vertreten können, werden sich selbstbewusst neues Wissen aneignen.
Brigitta Grosch, Erzieherin
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief 06.2017 und 01.2018, Offiz. Webseiten WGT 2018, Privatfotos
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