Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
6. von 10 Themen im Gemeindebrief - Weihnachten 2004
Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag
Rückblick

Hätten Sie es noch gewusst, liebe Leserinnen und Leser? Im November 1994 war der Buß- und Bettag in unserem Land zum letzten Mal staatlicher Feiertag. Zehn Jahre ist das also mittlerweile her. Doch in fast allen evangelischen Gemeinden wird der Buß- und Bettag nach wie vor als kirchlicher Feiertag begangen. In unserer Gemeinde haben wir am Buß- und Bettag wie in den Jahrzehnten zuvor um 10.00 Uhr Gottesdienst gefeiert. In diesem Festhalten an der gewohnten Gottesdienstzeit spiegelte sich auch ein Stück Protest gegen die Abschaffung des Buß- und Bettags als gesetzlichem Feiertag.

Ausblick

Dieses "protestantische" Festhalten an der gewohnten Gottesdienstzeit hatte allerdings auch einen Nachteil: Menschen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, konnten faktisch nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen. Um auch berufstätigen Gemeindemitgliedern den Besuch des Gottesdienstes am Buß- und Bettag wieder zu ermöglichen, wird der Gottesdienst daher künftig abends um 19.00 Uhr stattfinden. Wir möchten den Buß- und Bettagsgottesdienst aber nicht nur für eine größere Zahl von Mitgliedern unserer eigenen Gemeinde öffnen, sondern auch für die Mitglieder unserer katholischen Schwestergemeinden. Damit greifen wir einen Vorschlag der beiden Pfarrer von St. Jakobus und St. Ulrich, Peter Borta und Alfons Gerhardt, auf, die bereits über Erfahrung in Bezug auf ökumenisch gestaltete Gottesdienste zum Buß- und Bettag verfügen.

Ökumenischer Fortschritt

Dass katholische und evangelische Christinnen und Christen diesen Gottesdienst inzwischen gemeinsam feiern können, ist ein weiterer großer Fortschritt auf dem Weg zur Einheit unserer Kirchen. Denn die Reformation, die vor fast 500 Jahren zur Trennung der "Evangelischen" von der römisch-katholischen Kirche führte, entzündete sich ja gerade an Luthers Kritik an deren Bußpraxis.

Dass diese mit dem Ablasshandel verknüpfte Bußpraxis mit dem eigentlichen Sinn von Buße nichts zu tun hatte, wird heute auch von katholischen Christinnen und Christen nicht mehr bestritten. Über das, was uns früher voneinander getrennt hat, können wir heute gemeinsam nachdenken. Wir können und wollen uns gemeinsam besinnen auf ein wesentliches Element unseres Glaubens. Denn der Aufruf zur Buße stand im Zentrum der Verkündigung Jesu.

Wir laden also - auch im Namen von Pfarrer Borta und Pfarrer Gerhardt - alle Hünfelder und Nüsttaler Christinnen und Christen herzlich ein zum ersten ökumenischen Buß- und Bettagsgottesdienst am Mittwoch, dem 17. November 2004, um 19.00 Uhr in der Evangelischen Stiftskirche.

Auf Ihr Kommen freuen sich
Pfarrerin Kirsten Schulte
Pfarrer Jürgen Gossler
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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