Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Dezember 2017"
Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Lk 1,78-79
Gottesdienste
::: 3. Sonntag im Advent, 17. Dez. 2017
18.00 Uhr Gottesdienst mit Empfang des Friedenslichts
::: Mittwoch, den 20. Dezember 2017
19.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 26. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2017
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2018
18.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
9. von 12 Themen im Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2016
Begegnungen mit Frauen der Reformation
Eine Veranstaltung des Frauenkreises der ev. Kirchengemeinde im Rahmen der Hünfelder Frauenwoche am 10. März 2016

Zum ersten Mal hat die Stadt Hünfeld um Beiträge zu einer Hünfelder Frauenwoche gebeten. Frau Pfarrerin Ziegler fand die Idee, Frauen der Reformation vorzustellen, gerade im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017, sehr passend.
Erstaunlicherweise gibt es erst seit einigen Jahrzehnten Ansätze, die Rolle der Frauen in der Reformationszeit aufzuarbeiten und zu würdigen. Neben Katharina von Bora, der Frau Martin Luthers, die doch eher bekannt ist, gibt es noch viele Schicksale von Frauen, die einen näheren Blick lohnen. Vier von ihnen haben wir für diesen Abend ausgewählt.

So fanden sich knapp 40 Frauen im Gemeindehaus ein. Begrüßt wurden sie mit einem frischen Trank „Quellwasser“ oder Apfelsaft, stilecht in Tonkrügen serviert. Mit Hilfe von Bildern mittelalterlicher Marktszenen und einem Anspiel wurden die Besucherinnen in das 16. Jahrhundert versetzt: Eine Bäuerin, eine Handwerkerfrau und eine jüngere Frau tauschten sich über die neuen Zeiten aus, wo mit Ablässen Geld verdient wurde und Frauen nicht nur lesen und schreiben lernen wollten, sondern auch noch öffentlich das Wort ergriffen.

Danach stellten wir folgende vier Frauen vor:

Argula von Grumbach (1492- 1568), eine Adelige aus Bayern, die sich öffentlich zu Wort meldete, als ein junger Theologe aus Wittenberg in Ingolstadt verhaftet und als Ketzer verurteilt werden sollte, da er die Ideen der Reformation an der Ingolstädter Universität lehren wollte. Für sie selbst und ihre Familie hatte ihr Auftreten bittere Folgen, da ihr Mann seine Anstellung verlor und die Familie in finanzielle Schwierigkeiten geriet.

Katharina Zell, geb. Schütz (1497 – 1562). Sie war eine ebenbürtige Partnerin ihres Mannes, des Pfarrers Matthäus Zell. Sie unterstützte ihn theologisch und auch als Frau, die ein offenes Pfarrhaus führte, in dem Glaubensflüchtlingen Unterschlupf gewährt wurde. Sie baute eine regelrechte Flüchtlingshilfe auf. Außerdem unterhielt sie eine lebhafte Korrespondenz mit anderen Reformatoren, verfasste Trostbriefe und ließ ein Gesangbüchlein drucken. Sie war die erste Frau, die bei der Beerdigung ihres Mannes öffentlich predigte.

Wibrandis Rosenblatt (1504 – 1564). Eine vorbildliche Ehefrau und Mutter, die viermal verheiratet war, darunter mit 3 Reformatoren: Johannes Oekolampad aus Basel, Wolfgang Capito und Martin Bucer, beide aus Straßburg. Sie selbst bekommt 11 Kinder und sorgt für die Kinder ihrer Ehemänner aus deren ersten Ehen. In der Zeit von Pest und anderen Krankheiten ist ein solches Schicksal nicht ganz ungewöhnlich. Mit ihrer Art, ein offenes Pfarrhaus zu führen und sich in der Sorge um ihre Familie aufzuopfern, wird sie Vorbild vieler späteren Pfarrfrauen.

Elisabeth von Calenberg-Göttingen, Herzogin von Braunschweig-Lüneburg (1510 – 1543).Eine humanistisch gebildete Frau, die die Macht hatte, die Reformation in ihrem Herrschaftsgebiet durchzusetzen. Damit legte sie den Grundstein der späteren Hannoverschen Landeskirche. Sie verfasste Kirchenlieder, Erörterungen kirchenrechtlicher Natur, ein Witwen-Trostbuch und ein Handbuch über die besondere Verantwortung von Fürsten und Fürstinnen. Damit ist sie die erste Reformationsfürstin.
Renate Ehmer
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief_comic+caricaturen, Fotostudio Daniel, Privatfotos
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