Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
5. von 11 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2015 Januar, Februar 2016
Neues aus dem Kindergarten
Kinder haben Rechte!

Auch dieses Jahr im September haben wir in unserem Kindergarten den Weltkindertag gefeiert., der unter folgendem Motto stand: „Kinder haben das Recht, dass es ihnen wohlergeht!"
Nachdem wir mit den Kindern ausführlich über Kinderrechte gesprochen haben, stellten wir die Frage, wann es ihnen denn besonders gut geht. Passend zu den Kinderantworten wurden am Weltkindertag verschiedene Aktionen angeboten:

Turnhalle = Meditationsgeschichten
Pinguingruppe = Märchen / Geschichten / Märchenmandalas
Büro = Klanggeschichte
Hasengruppe = gemeinsames Frühstück mit selbstgemachtem Apfelcrumble
Spatzengruppe = Spiele, Spiele, Spiele
Marienkäfergruppe = Sinnesspiele (Schmecken, Riechen, Fühlen)

Die Feier hat den Kindern sehr viel Spaß gemacht. Und dass Kinder auch Rechte haben und ihre Meinung sagen dürfen, finden sie auch ganz toll !!

Aber mal ganz ehrlich; sind wir Erwachsenen auch immer damit einverstanden, dass Kinder ihre Meinung sagen dürfen, und kennen Sie eigentlich die Kinderrechte??
Immerhin gibt es diese in Deutschland schon seit 1992 !!!

Hier sind z.B. 10 wichtige Kinderrechte:
  1. Gleichheit: Kein Kind darf benachteiligt werden.

  2. Gesundheit: Kinder sollen gesund leben, Geborgenheit finden und keine Not leiden müssen.

  3. Bildung: Kinder sollen lernen und eine Ausbildung machen dürfen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht.

  4. Information, freie Meinungsäußerung und Beteiligung: Kinder haben das Recht, sich alle Informationen zu beschaffen, die sie brauchen, und ihre eigene Meinung zu verbreiten. Kinder sollen bei allen Fragen, die sie betreffen, mitbestimmen und sagen, was sie denken.

  5. Freizeit, Spielen und Erholung: Kinder müssen freie Zeit haben, sie sollen spielen und sich erholen dürfen.

  6. Elterliche Fürsorge: Jedes Kind hat das Recht mit seinen Eltern aufzuwachsen, auch wenn diese nicht zusammenwohnen. Geht das nicht, dann sollen sich zum Beispiel Pflegeeltern um das Kind kümmern.

  7. Gewaltfreie Erziehung: Kinder haben das Recht, ohne Gewalt aufzuwachsen und erzogen zu werden.

  8. Schutz im Krieg und auf der Flucht: Kinder müssen im Krieg und auf der Flucht besonders geschützt werden.

  9. Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung: Kinder haben das Recht vor Gewalt, Missbrauch sowie sexueller und wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt zu werden.

  10. Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung: Kinder mit Behinderungen sollen besonders umsorgt und gefördert werden, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können.


So, nun können Sie selbst urteilen, ob Kinderrechte wichtig sind oder nicht. Wir vom Kindergartenpersonal sind uns auf jeden Fall einig, dass wir Kinderrechte brauchen.
Wir unterstützen und ermutigen die Kinder verstärkt, ihre Meinung zu sagen und sich am gesamten Geschehen mehr zu beteiligen! - Dies nennt man auch Partizipation.

Und wer nun glaubt, dass Kindergartenkinder dazu nicht in der Lage sind, sollte folgendes Beispiel lesen:
Im Sommer gab es beim Rausgehen immer wieder Streit und Unfrieden wegen des beliebten "1. Fahrzeugs" (so nennen es die Kinder immer!): Jeder wollte es zuerst haben,
die Kinder teilten nicht, Kleinere kamen gar nicht dran....
Wir schlugen den Kindern vor in ihrer Gruppe sich Lösungsmöglichkeiten zu überlegen und diese dann im Kinderparlament vorzutragen und abzustimmen. Wir Erzieher hielten uns dabei zurück und die Kinder fanden einige Lösungen wie:
  • das betreffende Fahrzeug einfach ganz wegräumen

  • eine Eieruhr auf 5 Minuten stellen, wenn es klingelt wird getauscht

  • das betreffende Fahrzeug verkaufen (ein Kind wollte mit dem Geld in Urlaub fahren)

  • neue Fahrzeuge dieser Art dazu kaufen


Die größeren Kinder tauschten ihre Ergebnisse im Kinderparlament aus und stimmten darüber ab. Seitdem steht eine Eieruhr draußen, die das Tauschen des Fahrzeuges ohne Streit regelt und auch die Kleineren kommen somit einmal mit dem Fahren dran.

Nun liebe Erwachsene, vielleicht ermutigt Sie dieses Beispiel dazu, der Meinung ihrer Kinder noch mehr Beachtung zu schenken, als bisher!
Ihr Kindergartenteam
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief 01.2016, Offiz. Webseiten WGT 2016, Privatfotos, Foto Chor: Käsmann
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