Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Dezember 2017"
Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Lk 1,78-79
Gottesdienste
::: Mittwoch, den 20. Dezember 2017
19.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 26. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2017
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2018
18.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
3. von 12 Themen im Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2015
Neues aus dem Kindergarten
Spielzeugfreie Zeit – geht denn das?
Oft hatten wir Erzieher schon von der spielzeugfreien Zeit im Kindergarten gehört. Dieses Jahr zur Fastenzeit wollten wir es selbst erleben – 4 Wochen lang!! Zuerst haben wir uns theoretisch mit dem Thema auseinandergesetzt, um es dann in die Praxis umzusetzen. Nachdem die Spielsachen (Sprecher war eine Handpuppe) den Kindern erklärt hatten, dass sie dringend eine Erholung brauchen, schickten die Kinder sie bereitwillig in den Urlaub. Drei Tage lang verstauten wir mit den Kindern die Spielsachen in Schränke ( = Hotelzimmer) und hinter Tücher ( = Campingzelte). Von den meisten Dingen konnte man sich schnell trennen, bei manchen spielte doch noch etwas Wehmut mit.

Als die Kinder dann in unseren spielzeugfreien Kindergarten kamen, gab es nur noch Tische, Stühle, Scheren, Stifte, Papier und Tücher. Viele Kinder haben dabei ihre Kreativität neu entdeckt und holten sich gleich Papier und Stifte. Bei anderen herrschte anfangs allerdings etwas Ratlosigkeit, doch schon bald haben sie sich von den anderen zum Mitmachen „anstecken“ lassen.

Im Laufe der Zeit merkten die Kinder, wie wertvoll doch kostenloses Material (wie Klopapierrollen, Schachteln, Eierkartons usw.) sein kann. Und so sammelten nach und nach immer mehr Eltern und Kinder diese Dinge, aus denen die tollsten Spielsachen und „Maschinen“ gebaut wurden.

Tagelang fuhren die Kinder in einem Karton, der zum Feuerwehrauto umfunktioniert wurde, und löschten die „Brände in den Häusern“. Andere fuhren in einem „Piratenboot“ ( = Karton) über die See und schauten durch ihre Fernrohre ( = Papier, zur Rolle gedreht), ob sie einen Schatz entdecken könnten.

Zwei dreijährige Kinder fingen an, den Kindergarten nach Spinnen abzusuchen, und wurden auch fündig. Als die Spinnen in einer Lupendose untergebracht waren, konnte man sie besser anschauen und den anderen Kindern zeigen. DIes löste so großes Interesse aus, dass die Kinder nach Wolle fragten und um die Tische und Stühle alleine ein Spinnennetz (ca. 3 Meter Durchmesser!!) bauten und in diesem mit bis zu 12 Kindern 2 Stunden lang spielten. Die Geschicklichkeit wurde beim Durchkrabbeln des Netzes so intensiv trainiert wie in einer Turnstunde.

Die Aufgabe der Erzieher bestand in dieser Zeit darin, den Kindern keine Ideen vorzugeben, sondern ihnen die Zeit und Möglichkeit zu geben, eigene Vorstellungen und Kreativität zu entwickeln. Die Kinder haben das Angebot sehr gut zu nutzen gewusst.

Hier noch einige Beispiele, die in dieser Zeit von den Kindern eigenständig entwickelt wurden:
  • Fahrzeuge, Maschinen, Monster, Roboter, Menschen, Tiere aus Schachteln und Rollen gebaut
  • Verstecken und Fangen gespielt
  • Gitarren und Rasseln gebastelt
  • Indianerschmuck und Steckenpferde gebastelt
  • Viele Rollenspiele entwickelt, wie z.B. Schuhverkäufer, Kino, Theater, Raumfahrt, Zugfahrt, Schwimmbadbesuch, Zauberer, Indianer, Tierfamilie usw.
  • Fußbälle aus Pappmaché gebastelt
  • Telefon und Computer gebaut sowie Höhlen aus Decken und Tischen

Erwachsene, die in dieser Zeit unseren Kindergarten besuchten, bemerkten, wie intensiv die Kinder in ihrem Tun vertieft waren. Die Kinder haben wieder zu einem bewussteren Spiel gefunden, was auch im Moment noch anhält. Am Ende der Fastenzeit durften die Kinder entscheiden, welche ihrer Spielsachen sie wieder holen wollten. Einige Spielsachen sind noch im „Urlaub“, da sie noch nicht vermisst wurden. Dies werden wir auch so lassen und die Spiele lieber ab und zu mal austauschen. Kartons sammeln unsere Eltern auch weiterhin und diese werden täglich wieder verbastelt.



Bei der Reflexion unserer spielzeugfreien Zeit haben wir uns noch mal bewusst gemacht, wie viel die Kinder in dieser Zeit gelernt haben. Fazit: Dies war unsere erste, aber nicht die letzte SPIELZEUGFREIE ZEIT!
Brigitta Grosch
Erzieherin
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief_comic+caricaturen, Fotostudio Daniel, Käsmann, Privatfotos
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