Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
8. von 8 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2014 Januar, Februar 2015
„Gemeinsam nachsinnen in und über Gärten“
Frauenkreiswochenende bei der Kommunität Imshausen/Bebra vom 12. – 14.09.2014

Neugierig und erwartungsvoll sind wir am Freitagnachmittag auf dem Tannenhof eingetroffen. Schwester Hannah wartete schon auf uns 12 Frauen und begrüßte alle herzlich. Jede erhielt ein einfaches, aber liebevoll eingerichtetes Einzelzimmer. Toiletten und Duschen fanden sich jeweils auf den Gängen.

Um 18:00 Uhr trafen wir uns zur Gebetszeit in der Jona-Kapelle. Vorraum und Kapelle sind Orte der Stille. Die mehrstimmig gesungenen Lieder haben uns sehr beeindruckt.

Das einfache, aber geschmackvolle Abendessen wurde in der Tenne serviert, wo wir dann auch mit den anderen Mitgliedern, Gästen und Praktikantinnen der Kommunität bekannt gemacht wurden und ins Gespräch kamen.

Anschließend trafen wir uns in der Oase, und nach einer Vorstellungsrunde erzählte Schwester Hannah von der Kommunität und stellte das Programm für das Wochenende vor.

Die evangelische Kommunität Imshausen lebt auf dem Tannenhof nach christlichen Ordensregeln zusammen. Feste Gebetszeiten (06:30, 09:00, 12:00, 18:00 und 20:30 Uhr) strukturieren den Tag.

Gegründet wurde die Gemeinschaft 1955 von Vera Trott zu Solz, dem Theologen Hans Eisenberg und noch einer Schwester und einem Bruder. Der Bruder Veras, Adam von Trott zu Solz, gehörte zum nationalsozialistischen Widerstand des 20. Juli und wurde im August 1944 ermordet.

Heute gehören zur engeren Gemeinschaft 11 Schwestern und Brüder, die auch gerne Gäste aufnehmen und in ihrem Programm z.B. zu „Ora et labora“-Tagen einladen.

Wir wurden eingeladen, an den Gebetszeiten teilzunehmen und uns auf das Schweigen beim Frühstück und beim Mittagessen (die ersten 10 Minuten) einzulassen. Schwester Hannah begleitete uns durch die Tage und gab Impulse, über die wir im Schweigen nachdenken sollten.

Nach dem Nachtgebet stand unserer Gruppe die Oase zum gemütlichen Beisammensein zur Verfügung.

Am Samstagmorgen bemühten wir uns, schweigend zu frühstücken. In der Morgenandacht um 9:00 Uhr schickte uns Schwester Hannah mit dem Impuls, über unseren Lebensgarten nachzudenken, auf den Weg. In einer gemeinsamen Runde am späten Vormittag konnte jede berichten, wie es ihr mit dem Impuls und dem Schweigen gegangen ist.

Nach dem Mittagessen mit Pizza und Krautsalat herrschte Mittagsruhe bis um 15:00 Uhr. Nicht erst jetzt, aber nun umso intensiver konnten wir die Ruhe, die über der ganzen Anlage liegt und die traumhaft schöne Landschaft genießen.

Am Nachmittag, nach köstlichen Pflaumenkuchen mit Kaffee und Tee, ging es mit dem Lied „Geh aus mein Herz“ zu den Gärten, den Brunnen, dem Labyrinth und zu dem großen Gedenkkreuz für die Widerstandskämpfer. Auch hier gingen wir schweigend, nur unterbrochen durch ein paar Liedstrophen an den jeweiligen Haltepunkten.

Anschließend besichtigten wir noch die „Zeltkirche“ auf dem ehemaligen Heuboden der großen Scheune. Ein Raum, der durch seine Schlichtheit, seine Größe und eindrucksvolle Plastiken wie die der Maria und eines schwebenden Christus in Kreuzform beeindruckte.
Nach der Abendandacht und dem Abendessen schauten wir gemeinsam mit einigen Mitgliedern der Hausgemeinschaft den Film „Der geheime Garten“. Nach einem Nachtgebet endete der Tag.

Der Sonntagmorgen begann mit einem Frühstück und dann um 9:30 Uhr mit dem Gottesdienst, den Frau Prälatin i.R. Alterhoff hielt. Ein Gottesdienst, der wie ein Pilgerweg über drei Stationen zum feierlichen Höhepunkt, dem heiligen Abendmahl, hinführt. Uns alle hat diese Feier sehr bewegt und an besondere Gottesdienste auf Kirchentagen erinnert.

Wir trafen uns noch zu einer Abschlussrunde mit Schwester Hannah, bei der wir alle unseren Dank aussprechen konnten für das rundum gelungene Wochenende, das uns wieder an die wesentlichen Dinge im Leben erinnert hat.

Nach dem Mittagessen konnten wir erfüllt unsere Rückreise antreten. Es war sicher nicht unser letztes Wochenende bei der Kommunität Imshausen.
Renate Ehmer
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief 1/2015, Offiz. Webseiten WGT 2015, Privatfotos
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