Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
3. von 8 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2014 Januar, Februar 2015
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Die wesentlichste Säule zur Finanzierung der vielfältigen kirchlichen Aufgaben ist die Kirchensteuer, die als 9%iger Zuschlag zur Einkommen-, Lohn- und Kapitalertragsteuer erhoben wird. Sie macht rd. 70% des landeskirchlichen Haushaltsvolumens aus und ist unmittelbar von der Höhe der Einkommensteuer als Maßstabsteuer abhängig. Das bedeutet, dass der Konjunkturverlauf, die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die Steuergesetzgebung direkt Einfluss auf das Kirchensteueraufkommen haben.

Das Recht, Kirchensteuer zu erheben, wird den Kirchen durch Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 6 der Weimarer Reichsverfassung verfassungsrechtlich zuerkannt.

Kirchensteuer zahlen im Wesentlichen Arbeitnehmer mit eigenem Einkommen und Selbständige. Keine Kirchensteuer entrichten in der Regel Schüler und Studierende, Rentner, Arbeitslose sowie Personen mit geringem oder keinem zu versteuerndem Einkommen. Nur etwa 1/3 aller Kirchenmitglieder bezahlen daher Kirchensteuer.

Um ein zu starkes Anwachsen der persönlichen Steuerbelastung zu vermeiden,
besteht bei höheren Einkommen die Möglichkeit, auf Antrag die Kirchensteuer auf 3,5% des zu versteuernden Einkommens zu begrenzen. Ein solcher Kappungsantrag rechnet sich allerdings erst ab einem zu versteuernden Einkommen von ca. 250.000 € bei Ledigen und ca. 500.000 € bei Verheirateten. Unterhalb der oben genannten Beträge ist die festgesetzte Kirchensteuer mit 9% der Einkommensteuer günstiger.

Kirchensteuern, welche auf außerordentliche Einkünfte – gewerbliche Veräußerungsgewinne sowie Abfindungen – nach § 34 Einkommensteuergesetz entfallen, kann das Landeskirchenamt auf Antrag um 50% ermäßigen.

Die gezahlte Kirchensteuer ist – abzüglich eventueller Erstattungen – in voller Höhe als Sonderausgabe bei der Einkommensteuerveranlagung abziehbar. Daher reduziert sich die tatsächliche finanzielle Belastung durch die Kirchensteuer je nach persönlichem Steuersatz noch um bis zu 48%.

Die Einziehung der Landeskirchensteuer erfolgt nach dem mit dem Land Hessen abgeschlossenen Staatskirchenvertrag durch die hessischen Finanzämter, die dafür eine Entschädigung in Höhe von 3% des Kirchensteueraufkommens erhalten.

Die Einnahmen aus der Landeskirchensteuer werden nach dem von der Landessynode beschlossenen Haushaltsgesetz im Verhältnis 50% Landeskirche zu 50% Kirchengemeinden aufgeteilt. Aus dem Anteil der Landeskirche wird u.a. auch die komplette Pfarrerbesoldung und -versorgung bezahlt.

Weitere Informationen zum „Thema Kirche und Geld“ erhalten Sie im Internet unter: www.ekkw.de/unsere_kirche/zahlen.html und auf der Seite www.kirchenfinanzen.de
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief 1/2015, Offiz. Webseiten WGT 2015, Privatfotos
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