Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
1. von 5 Themen im Gemeindebrief - März, April, Mai, Juni 2014
Willkommen!?
Liebe Gemeinde,
wie in den meisten evangelischen Gemeinden war und ist es auch bei uns üblich, dass der Pfarrer die Gottesdienstteilnehmer/innen nach dem Gottesdienst persönlich verabschiedet.

Willkommenskultur in unserer Gemeinde
In manchen Gemeinden werden die Besucher/innen vor dem Gottesdienst auch schon persönlich begrüßt, und zwar meist von einem Mitglied des Kirchenvorstands. Wer in den letzten Wochen sonntags an einem Gottesdienst unserer Gemeinde teilgenommen hat, wird festgestellt haben, dass wir diese Form der Begrüßung nun auch bei uns eingeführt haben. Die Mitglieder des Kirchenvorstands möchten damit signalisieren, dass Sie in unseren Gottesdiensten herzlich willkommen sind. Insofern könnte man diese neue Begrüßungsform als Beitrag zu einer „Willkommenskultur“ unserer Gemeinde bezeichnen.

Willkommenskultur in unserer Gesellschaft
Von der Bedeutung einer „Willkommenskultur“ in unserer Gesellschaft ist seit einigen Monaten vor allem im Hinblick auf unseren Umgang mit Migranten die Rede. Es geht dabei um die Frage, was wir tun können, damit sich Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind, in unserer Gesellschaft willkommen fühlen. Wie unterschiedlich Menschen aus unserer Region reagieren, wenn in ihrem Ort Flüchtlinge aufgenommen werden sollen, die in Deutschland politisches Asyl beantragt haben, konnten wir in den letzten Wochen in der Zeitung mitverfolgen. Während die Haltung in dem einen Ort geprägt war von Ablehnung und Vorurteilen, wurde in einem anderen Ort ein Netzwerk von Ehrenamtlichen aufgebaut, das es sich zum Ziel gesetzt hat, 26 Flüchtlingen aus Afrika bei der Bewältigung von Alltagsproblemen zu helfen und ihnen soziale Kontaktangebote zu machen. Ein aus meiner Sicht vorbildliches Beispiel des Bemühens um den Aufbau einer echten Willkommenskultur!

Willkommenskultur in der Bibel
In der Bibel werden die Menschen, die ihre Heimat verloren haben und deshalb in einem fremden Land leben müssen, als „Fremdlinge“ bezeichnet. Welchen Stellenwert der Einsatz für das Wohlergehen solcher Menschen schon in Alten Testament hat, belegt besonders eindrücklich ein Wort aus dem 5. Mosebuch. Dort heißt es: „Der Herr, euer Gott … schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben. Denn auch ihr seid Fremdlinge gewesen in Ägyptenland.“ (5. Mose 17-19) Das Bemühen um den Aufbau einer Willkommenskultur für Flüchtlinge entspricht also dem Willen Gottes und hat eine lange biblische Tradition.

Willkommen zum Gottesdienst mit „amnesty international“
Um unseren Umgang mit Flüchtlingen wird es auch in einem Gottesdienst unserer Gemeinde gehen, den wir am 30. März in Zusammenarbeit mit der Fuldaer Gruppe der Gefangenenhilfsorganisation „amnesty international“ vorbereiten und durchführen werden. Der Sonntag, an dem wir diesen Gottesdienst feiern, liegt mitten in der Passionszeit und trägt den lateinischen Namen „Laetare“ – zu Deutsch: „Freue dich!“. Ich finde, das passt. Denn die meisten Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten und nun bei uns Asyl suchen, haben eine ganz persönliche Passionszeit hinter sich. Und für viele wiegt der Verlust der Heimat so schwer, dass sie auch das Leben in einem fremden Land als eine Art Passionszeit empfinden. Wie gut wäre es, wenn wir dazu beitragen könnten, dass diese Menschen mitten in ihrer Passionszeit wieder einen Grund zur Freude hätten! Wie gut wäre es, wenn sie sich darüber freuen könnten, dass sie bei uns willkommen sind! Vielleicht könnten sie dann nach einer Zeit des Leidens und der Niedergeschlagenheit wieder aufstehen und ein neues Leben beginnen. Dann könnten sie nach ihrer persönlichen Passionszeit auch ihr persönliches Osterfest feiern.

Eine besinnliche Passionszeit und ein frohes Osterfest wünscht Ihnen Ihr Pfarrer
Jürgen Gossler
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief, Privatfotos
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