Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
2. von 8 Themen im Gemeindebrief - Erntedank 2004
Liebe Leserinnen und Leser,

grüßen möchte ich Sie mit dem Monatsspruch für den Monat August, dessen Inhalt und Deutung zeitlos sind.

Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
(Markus 9, 24)

Manchmal lässt uns die Not regelrecht aufschreien: eine aussichtslose Lage, eine bedrohliche Krankheit, die Sorge um einen Menschen. Ein Gefangener beschreibt seine Lage so: "Man kommt sich vor wie im Moor und schreit; man hat Angst." Stumme Schreie und Angst suchen den Weg zu Gott. - So ging es auch dem Vater des an einer Epilepsie erkrankten Sohnes, die dieser schon als Kleinkind hatte und die wohl immer schlimmer wurde. In seiner Ausweglosigkeit und Verzweiflung bittet er Jesus seinen kranken Sohn von den schlimmen Anfällen zu heilen. "Wenn du etwas kannst", sagt er zu Jesus, "dann hilf uns doch." Er fragt nach dem Können, dem Wissen und der Erfahrung Jesu. Das sind Maßstäbe, nach denen wir heute einen Arzt beurteilen. Die Bitte des Vaters klingt allerdings nach Zweifeln, als probiere er nur der Vollständigkeit halber dieses letzte Mittel noch aus. Doch Jesus zeigt ihm den Weg, auf dem er Hilfe finden kann: "Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt." Wie ein Rezept muss das in den Ohren des Vaters geklungen haben, denn in seiner Hoffnungslosigkeit schreit er sofort: "Ich glaube; hilf meinem Unglauben!" Ohne Überlegung lässt er sich auf den Glauben ein, ohne abzuwägen und zu berechnen. Offensichtlich hat er alle Möglichkeiten durchgespielt, die das Leben bietet, aber keine Hilfe gefunden. Alles, was er schon erfolglos ausprobiert hat, geht mit seinem Schrei "auf einmal" über Bord. Jesus soll ihm helfen seine Zweifel und Sorge los zu werden. Ist er doch in die Welt gekommen, um Lasten abzunehmen (Mt. 11,28) und Kraft zum Tragen zu geben. Beides werden wir finden so lange wir auf dieser Erde sind: der eine wird durch ein Wunder oder durch ärztliche Kunst von Krankheit und Schmerzen befreit. Der andere bekommt die Kraft, das Auferlegte zu tragen. Jesus nennt die erwartete Hilfe und den Glauben in einem Atemzug. Er wartet nicht ab, ob der Glaube Früchte trägt. Er hilft gleich. Denn hier hat ein Mensch gezeigt, dass er offen ist und aufnahmebereit für Gottes helfende Tat. Herr, unser Gott, sei uns gnädig. Schenke uns Vertrauen und einen festen Glauben; hilf uns gegen den Zweifel und Unglauben.
Karl Best
Kirchenältester
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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