Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
3. von 8 Themen im Gemeindebrief - Sommer 2004
Gott ist mein Lied...

Das Fest der Chöre wird der Landeskirchen-gesangstag genannt. Er fand am 21. März in diesem Jahr zum 11. mal statt. Fast 1600 Sängerinnen und Sänger fanden sich zu einem imposanten Chor unter Leitung von Landeskirchenmusik-direktor Martin Bartsch in der Großsporthalle im Georg-Gassmann-Stadion in Marburg ein.

Der Ökumenische Singkreis Hünfeld war einer von 65 Chören und nahm mit über 20 Chormitgliedern an diesem großartigen Fest der Chöre teil. Im Programmheft reichten die Namen der Chöre von Asbach bis Wollmar.

Aus allen Enden der Landeskirche strömten die Sängerinnen und Sänger in die große Marburger Sporthalle, um ihre Stimmen zu Lobe Gottes erklingen zu lassen. Mehrere Chöre gestalteten schon den Sonntagsgottesdienst in den umliegenden Kirchengemeinden mit, einige waren sogar schon am Tag vorher zur Bachnacht in die Lutherische Pfarrkirche St. Marien gekommen, um mit Konzerten und einem Umtrunk den 319. Geburtstag von Johann Sebastian Bach zu feiern.

Unser Bus erreichte Marburg am frühen Mittag, und so konnten wir uns in aller Ruhe mit einem sehr guten Eintopf stärken und, wer wollte, einen kleinen Spaziergang machen, bevor die gemeinsame Chorprobe begann. Große Schilder zeigten die Platzverteilung der einzelnen Stimmen an, in so einer großen Halle kein leichtes Unterfangen. Aber schließlich fand doch jeder und jede ihren oder seinen Platz. Landeskirchenmusikdirektor Martin Bartsch dirigierte den mächtigen Landeskirchenchor mit leichter Hand und vielen humorigen Anmerkungen. Ein großes Lob richtete er an di Chorleiter, die eine sehr gute Probearbeit geleistet hatten. Schön war es bestimmt nicht nur für unsere Bässe und Tenöre zu erleben, wie es ist, wenn so viele Männderstimmen gemeinsam erklingen.

Dann wurden die Chöre mit dem Orchester zusammengeführt. Das Landessinfonieorchester der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wurde durch Musiker des Rundfunkorchesters Frankfurt unterstützt. Unter den 60 Orchestermitgliedern waren die Pröpste Pauli und Kalden zu finden, die mit großer Begeisterung ihre Streichinstrumente zum Klingen brachten. Auch der Landesobermann, Kirchenrat Johannes Rüppel aus Tann, wirkte im Orchester mit. Es ist einfach beeindruckend, mit welcher scheinbaren Leichtigkeit Landeskirchenmusikdirektor Martin Bratsch Chor und Orchester taktgenau zusammenbringt. Nach intensiver Probearbeit erwartete alle im Nachbargebäude der Berufsschule Kaffee und Kuchen, um neu gestärkt den anschließenden Festgottesdienst mit Sang und Klang mitzugestalten. Ein großes Dankeschön gebührt den Organisatoren, die einen reibungslosen Ablauf ermöglicht haben.

Kirchenrat Johannes Rüppert konnte neben der großen Musikerfamilei auch zwei Pröbste, eine Pröpstin und den Marburger Oberbürgermeister Dietrich Möller begrüßen, bevor der Festgottesdienst unter Mitwirkung von Bischof Dr. Martin Hein und Oberlandeskircherat Dr. Frithard Scholz begann. Schön, dass sich auch eine stattliche Anzahl von Gästen einfand, um dieses musikalische Ereignis zur Ehre Gottes mitzufeiern.

Nachdem das Orchester musikalisch mit der Fantasie in c-moll vom J. S. Bach begonnen hatte, erscholl gemeinsam ein stimmig das Lied "Sollt ich meinem Gott nich tSingen?" als mächtiger Chor. Die Chöre sangen danach mit Orchesterbegleitung "Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied" von J. Kuhnau, ein sphärenhaft schönes "Gloria" von M. Puccini, gefolgt von "Erhalt uns in der Wahrheit" von J. S. Bach und den Bachschen Orchestersatz "Wir glauben all an einen Gott".

Die Predigt von Bischof Dr. Martin hein war eingebettet in das Lied "Gott ist mein Lied" als Satz von C.P.E. Bach und L. von Beethoven. Bischof Heim verriet in seiner Predigt, dass gerade dieses Lied sein Lieblingslied sei. Es bewege ihn besonders tief, wenn es von solch einem mächtigen Lndeskirchenchor interpretiert werde. Musik sei ein Geschenk, das Gott dem Menschen auf die Zunge gelegt habe als Lob und als Klage. Er dankte den Sängerinnen und Sängern für ihren treuen Dienst in den Gemeinden, was in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich sei.

Der moderne Satz von W. H. harrie "Erde brich auf" war ein Erlebnis, sowohl für Chor und Orchester als auch für die Gäste. Unser Busfahrer, ein sonst sehr realistischer Mensch, sagte hinterher: "Mir sit es richtig den Rücken herunter gelaufen, al ich euch habe singen hören!" Mit den gemeinsam musizierten Satz von F. M. Bartholdy von "Du Ursprung allen Lebens" und der "Toccata d-dur" von J. S. Bach schloss der Festgottesdienst nach dem Segen mit lauter freudig strehlenden Gesichtern, sowohl unter den Mitwirkenden, wie auch unter den Gästen. Das Erlebte lässt sich gut mit den Worten von Manfred Jouttis wiedergeben: "Im Singen bin ich mehr als ich allein für mich sein könnte; singend empfinde ich mich Gott näher, über alles Begreifen hinaus. Im Akt des Singesn stimmen wir mit den Cherubin überein, im Akt des Singens schwebt die Luft, die alles füllet, zum Lobe des höchsten Wesens durch uns hindurch."

Wer diese Gottesnähe erfahren will, ist herzlich zu unsern Chorproben am Montag um 19.00 Uhr ins evangelische Gemeindehaus eingeladen. Neue Sängerinnen und Sänger sind herzlich willkommen.
Erika Hühn
Vors. des Ökum. Singkreises Hünfeld
Vorherige    1   2   3   4   5   6   7   8      Nächste
Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
Home  |  Aktivitäten  |  Gemeindebrief  |  Geschichte unserer Gemeinde  |  Sitemap  |  Impressum
Copyright © 2005-2017 - Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld