Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
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::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
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Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
9. von 11 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2012 Januar, Februar 2013
Gelebte Ökumene Zum Gedenken an Erika Hühn
Liebe Gemeinde,

am 9. Juli ist Erika Hühn nach langer Krankheit verstorben. Erika Hühn war nicht evangelisch, sondern katholisch – allerdings katholisch im ursprünglichen Sinne des Wortes. Denn im Neuen Testament bezeichnet das Wort „katholisch“ noch nicht eine Konfession in Abgrenzung zu einer anderen Konfession („katholisch“ in Abgrenzung zu „evangelisch“), sondern die „allgemeine“, also alle Einzelgemeinden übergreifende Kirche Jesu Christi – eine Kirche, die keine konfessionellen Grenzen kennt. Und in diesem Sinne war Erika Hühn eine überzeugte Katholikin.

Im heutigen Sprachgebrauch wird die alle Einzelgemeinden und alle Konfessionen übergreifende Gemeinschaft von Christen als Ökumene bezeichnet. Eine Initiative, die vor einigen Wochen von prominenten Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft ins Leben gerufen wurde, ruft auf zu „Ökumene jetzt“. Diesen Aufruf hätte Erika Hühn mit hoher Wahrscheinlichkeit unterstützt. Denn sie hat Ökumene so überzeugt und so überzeugend gelebt wie nur wenige andere.

Durch ihren ökumenisch offenen Glauben und ihre leidenschaftliche Liebe zum Singen war Erika Hühn geradezu prädestiniert für das Amt, das sie über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg ausgeübt hat: das Amt der Ersten Vorsitzenden des Ökumenischen Singkreises. Wenn man Erika Hühn in einem Bild charakterisieren wollte, dann könnte dieses Bild die katholische Christin Erika Hühn bei einem Auftritt des Ökumenischen Singkreises auf einem Evangelischen Kirchentag zeigen.

Nicht nur ihren Angehörigen, sondern auch den Sängerinnen und Sängern des Ökumenischen Singkreises wird Erika Hühn in unvergesslicher Erinnerung bleiben. Denn sie haben mit ihr eine Erste Vorsitzende verloren, die sich stets mit Leib und Seele für den Singkreis eingesetzt hat. Die Chorfahrten, die sie Jahr für Jahr organisiert hat, und auch die Konzerte des Ökumenischen Singkreises in der Stiftskirche werden untrennbar mit ihrem Namen verbunden bleiben.

Einander verbunden bleiben werden hoffentlich auch die Mitglieder des Ökumenischen Singkreises. Das wäre sicher ganz im Sinne von Erika Hühn. Das Vermächtnis von Erika Hühn könnte lauten: „Singt weiter! Singt zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen! Und singt über alle konfessionellen Grenzen hinweg! Denn Musik kennt keine Grenzen.“

Der tiefe Glaube von Erika Hühn, der sie so lange durch ihre schwere Krankheit hindurch getragen hat, kannte auch keine Grenzen. Und wenn wir ihrer gedenken, dann tun wir es im Vertrauen darauf, dass sie nun erleben darf, dass auch die Liebe Gottes, der Erika Hühn am 9. Juli zu sich gerufen hat, keine Grenzen kennt.
Pfarrer Jürgen Gossler
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief, Offiz. Webseiten WGT 2013, „Aktion Brot für die Welt“, Kirchentag in Hamburg, Privatfotos
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