Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Dezember 2017"
Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Lk 1,78-79
Gottesdienste
::: 3. Sonntag im Advent, 17. Dez. 2017
18.00 Uhr Gottesdienst mit Empfang des Friedenslichts
::: Mittwoch, den 20. Dezember 2017
19.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 26. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2017
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2018
18.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
1. von 9 Themen im Gemeindebrief - März, April, Mai, Juni 2012
Liebe Gemeinde!
Frühling heißt Aufbruch! Im Frühling liegt auch die Passionszeit, die sieben Wochen vor Ostern, in der wir in unseren Passionsandachten den Weg Jesu zum Kreuz bedenken. Für Jesus war es auch ein Aufbruch! Ein Aufbruch, um seine Lebensziel zu erfüllen.

Was war Jesu Lebensziel? Die Evangelisten und Apostel geben darauf verschiedene Antworten, die aber immer denselben Sinn haben. Für alle verschiedenen Antworten sei die Antwort des Apostel Paulus genannt: „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung“, so beschreibt er den Sinn des Lebens, Sterbens und der Auferweckung Jesu den Korinthern im 2. Brief, Kapitel 5 Vers 19. Eine anspruchsvolle und theologisch gehaltvolle Deutung des Lebenssinnes Jesu. Ich greife den letzten Teil des paulinischen Satzes heraus: „...und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“

Über das Leben von Jesus Christus steht das Wort „Versöhnung“. Mit dem Wort „Versöhnung“ fasst Paulus alles das zusammen, was Jesus in seinem Leben und Sterben für uns Menschen getan hat. Wir alle wissen, wie wichtig Versöhnung ist. Wir alle kennen die Gräben, die zwischen Menschen und Menschen, Religionen und politischen Überzeugungen stehen. Wir alle haben erfahren, wie leicht es ist, sich gegenseitig zu verletzen, und wie schwer der Weg zur Versöhnung ist. Wir alle haben schon Beziehungen zerstört und hoffen auf Vergebung. Jesus, so Paulus, hat die Versöhnung gelebt. Selbst sein Sterben war ein Dienst der Versöhnung, die Beziehung des Menschen zu Gott, dem Vater aller Menschen, wieder herzustellen.

Paulus beschreibt das Leben Jesu im Rückblick. Er fasst das Lebensziel Jesu im Begriff „Versöhnung“ zusammen. Martin Luther King, der 1964 den Friedensnobelpreis bekam, setzte sich Zeit seines Lebens für Versöhnung ein. Er wollte die Rassentrennung in den USA zwischen Schwarzen und Weißen überwinden, die die Gesellschaft damals zutiefst spaltete und die Weißen bevorzugte. Er wollte, dass alle Menschen als gleich und frei in den USA anerkannt würden, dass alle die gleichen Chancen und Möglichkeiten in der Gesellschaft hätten, unabhängig von Hautfarbe und Religion.

Martin Luther King machte sich auch Gedanken über seine Lebensziele. Er sagte einmal: „Gelegentlich denke ich an meinen eigenen Tod und meine eigene Beerdigung.... Gelegentlich frage ich mich: Was sollte nach meinem Wunsch noch gesagt werden? ... Ich möchte, dass jemand an jenem Tag sagt: „Martin Luther King versuchte, Liebe zu üben.“ Ich möchte, dass ihr an jenem Tag sagt, dass ich versuchte, in der Kriegsfrage auf der richtigen Seite zu stehen. Ich möchte, dass ihr an jenem Tag sagen könnt, ich versuchte, die Hungrigen zu  speisen. Und ich möchte, dass ihr an jenem Tag sagen könnt, ich versuchte in meinem Leben, die Nackten zu kleiden. Ich möchte, dass ihr an jenem Tag sagt, ich versuchte in meinem Leben, die im Gefängnis zu besuchen. Ich möchte, dass ihr sagt, ich versuchte, die Menschheit zu lieben und ihr zu dienen. Ja, wenn ihr sagen wollt, dass ich wie ein Tambourmajor vorausging, dann sagt, dass ich ein Tambourmajor der Gerechtigkeit war; dass ich ein Tambourmajor für Rechtschaffenheit war...“

King sieht sein Lebensziel darin, so kann man zusammenfassen, Jesus auf dem Weg der Versöhnung nachzufolgen und für Versöhnung zu leben. Sein Lebensziel soll ebenfalls mit dem Wort „Versöhnung“ beschrieben werden.

Frühling heißt Aufbruch. Im Frühling liegt die Passionszeit, die uns einlädt, über unsere Lebensziele nachzudenken. Wohin brechen wir auf? Jesus Christus hat uns ein Beispiel gegeben. Menschen wie Martin Luther King laden uns ein, über unsere Lebensziele nachzudenken. Was ist Ihr Lebensziel? Was soll man am Ende über Ihr Leben sagen?

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Passions- und Osterzeit.
Ihr Pfarrer
Stefan Remmert
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief, Magazin Blickkontakt (EKKW), Pfr. Stefan Bürger, Privatfotos, Pfr. K. Wallrabenstein
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