Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Dezember 2017"
Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Lk 1,78-79
Gottesdienste
::: Mittwoch, den 20. Dezember 2017
19.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 26. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2017
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2018
18.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
10. von 10 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2010 Januar, Februar 2011
Gott kommt durch die Wunde
Ich weiß nicht, welches Verhältnis Sie zur Sucht haben. Wir alle kennen Drogen-, Alkohol-, Ess- oder Fernsehsucht. Aber auch der gesellschaftlich hoch angesehene Workaholic gehört dazu. Das Problem ist wohl, dass wir Menschen alles missbrauchen können, um uns nicht der Lebenswirklichkeit zu stellen, wie sie ist.

Was aber ist unsere Lebenswirklichkeit? Um es kurz und bündig zu sagen: Es ist eine unvollkommene Welt mit unvollkommenen und schwachen Menschen. Es ist eine Welt, in der wir dazu neigen, unsere Unvollkommenheiten und Schwächen zu kaschieren oder vor ihnen
zu fliehen. Mehr Geld, mehr Schönheit, mehr Platz, mehr Macht – all das sind Funktionen, wie wir Menschen die unvollkommene Lebenswirklichkeit und unsere Schwäche kompensieren wollen. Aber wir Menschen sind nun einmal begrenzt, fehlerhaft und schrecklich unvollkommen.

Christliche Spiritualität, die sich der biblischen Tradition verpflichtet, weiß, dass wir Menschen unvollkommen sind. In der Bibel wimmelt es nur so von unvollkommenen Menschen: Mose, der Mörder, David, der Ehebrecher und Mörder, Petrus, der Lügner und Betrüger. Aber gerade mit diesen Menschen baut Gott sein Reich; mit ihnen schreibt er seine Geschichte.

Warum ist das so? Weil die Sucht, die Sehnsucht, die diesem Tun zugrunde liegt, die unbewusste Verbindung zu Gott ist. Gerade da, wo wir am verwundbarsten sind, wo wir unsere größte Schwäche haben, kann unsere Kapitulation vor Gott stattfinden. Mose, David und Petrus haben vor Gott kapituliert. Sie haben aufgehört, selbst Gott sein zu müssen. Und erst wenn wir aufhören, selbst Gott sein zu müssen, selbst alles in der Hand haben und kontrollieren zu müssen, wenn wir nicht mehr selbst Gott sind, da kapitulieren wir, da tritt Gott in unser Leben. Gott kommt durch die Wunde.

Dazu eine Geschichte: Eine der beunruhigendsten – und wunderbarbarsten – Lehren des Meisters lautet: „Gott ist den Sündern näher als den Heiligen.“ Und er erklärte es so: „Gott im Himmel hält jeden Menschen an einer Schnur. Wenn man sündigt, zerschneidet man die Schnur. Dann knüpft Gott sie mit einem Knoten wieder zusammen und zieht einen dadurch etwas näher zu sich heran. Immer wieder schneiden deine Sünden die Schnur durch, und mit jedem weiteren Knoten zieht Gott dich näher und näher zu sich.“

Gott kommt durch die Wunde. Und ich wage zu sagen, dass Gott es schwer hat, bei einem Menschen ohne Sehnsucht und ohne Wunde einzutreten.
Pfarrer Stefan Remmert
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief, www.blickkontakt.de, Pfr. Bürger, Elli Schulz
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