Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Dezember 2017"
Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Lk 1,78-79
Gottesdienste
::: Mittwoch, den 20. Dezember 2017
19.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 26. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2017
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2018
18.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
1. von 11 Themen im Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2010
Liebe Gemeinde!
Während ich dieses Grußwort schreibe, sprudelt das Öl munter weiter aus dem Bohrloch im Golf von Mexico. Der Euro ist Gefahr. Die Kirchen stehen in der Kritik und verlieren Mitglieder. Der öffentliche Haushalt ist hoch verschuldet und eine Konsolidierung in weiter Ferne. Der Bundespräsident ist Knall auf Fall zurückgetreten. Probleme über Probleme.

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, kann sicher noch viel mehr benennen. Aber eines scheint mir die gegenwärtige Lage auf jeden Fall zu kennzeichnen: die Unübersichtlichkeit. Die Frage lautet daher: Wie positioniere ich mich zu den ganzen Problemen und den damit verbundenen Anfragen an mich und mein Handeln? Oder anders gesagt: Woran soll ich mich orientieren? Was gibt mir Halt in dieser Unübersichtlichkeit?

Es gibt mehrere Möglichkeiten mit Krisen umzugehen. Man kann wegschauen und von Panikmache reden. Man kann sich ins Private zurückziehen. Man kann Ausweichmöglichkeiten ohne Ende finden. All das kann man tun.

Krisen hat es schon immer gegeben. Das ist eine schlichte Tatsache. Von daher kann man fragen: Wie sind unsere Mütter und Väter im Glauben mit Orientierungskrisen umgegangen? Dazu haben sie uns Texte hinterlassen. Bekenntnisschriften nennt man sie. In denen haben sie für sich formuliert, was ihnen wichtig war und woran sie sich orientiert haben.

Einen der schönsten Bekenntnistexte ist die „Barmer Theologische Erklärung“ von 1934. Mit dieser Erklärung reagierten evangelische Christen auf Herausforderungen des Nationalsozialismus. In der ersten These der Erklärung heißt es: „Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.“ Unser Mütter und Väter im Glauben haben sich in der Krise an Jesus Christus orientiert. Dazu haben sie sich der Urkunde unseres Glaubens, der Bibel, zugewandt, um im Gespräch mit ihr Antworten auf die Fragen ihrer Zeit zu gewinnen.

Orientierung geschieht in der Auseinandersetzung mit Jesus Christus, wie ihn die Bibel bezeugt. Das ist kein einfacher Weg. Ich bekomme keine vorgefertigten Antworten und keine autoritären Handlungsanweisungen. Ich muss selber denken. Ich muss selber entscheiden und meine Handlungen vor Gott und meinem Gewissen verantworten. Aber genau das, so unsere Glaubenseltern, ist der Weg aus der Krise. Die Gemeinden und Christen, die der Barmer Theologischen Erklärung nicht gefolgt sind, sind im Strudel der Ereignisse untergegangen. Die Menschen, die sich mit allen ihren Fehlern und Schwächen, Versäumnissen und Irrungen an ihr orientiert haben, haben die Krise überstanden und die Grundlage eines neuen kirchlichen Lebens nach dem Krieg geschaffen, von der wir Heutigen leben.

Für mich heißt das konkret: In Zeiten der Krise haben wir die Chance, uns erneut an Jesus Christus zu orientieren. Ich lade Sie dazu ein, wieder einmal in die Bibel zu schauen. Konkret: Lesen Sie mal ein Evangelium, besuchen Sie einen Gottesdienst, nehmen Sie am Gemeindeleben teil.

Wenn wir Christen uns an Jesus Christus orientieren, so werden wir auch der Unübersichtlichkeit standhalten, einen Standpunkt finden und uns und anderen ein gutes Leben in dieser Welt ermöglichen.

Einen besinnlichen Sommer wünscht Ihnen

P.S.: Wenn Sie noch eine Sommerlektüre brauchen, so empfehle ich Ihnen das Neue Testament in der Neuen Genfer Übersetzung. Diese Übersetzung ist gut lesbar und erschließt den gemeinten Sinn in der Sprache von heute.
Pfarrer Stefan Remmert
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief, www.blickkontakt.de, Pfr. Stefan Bürger, Privatfotos von Andrea Durstewitz und Renate Ehmer, Fotostudio Daniel
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