Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Juni 2018"
Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.
Hebr 13,2
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Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
3. von 10 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2009 Januar, Februar 2010
Worte des Bischofs zum Ewigkeitssonntag:
„Zukunft und Hoffnung“
Sie sind nicht vergessen: die Menschen, die aus unserer Gemeinde verstorben sind. Sie sind mitten unter uns: in unseren Gedanken, in unseren Herzen.

Am Ende des Kirchenjahrs schauen wir zurück. Für einige war es ein friedvoller Abschied in dem Bewusstsein, dass sich das Leben erfüllt hat. Für andere war es aber auch der jähe Abbruch eines jungen Lebens, ein Abschied, der zunächst nur Leere und Schmerz hinterlässt. Und auch da, wo es ein lange vorhersehbares Sterben war, wo die Pflege die Angehörigen viel Kraft gekostet hat und der Tod als Erlösung kam, auch da ist es schwer, diese Endgültigkeit und die Lücke, die der Tod reißt, auszuhalten. Es braucht Kraft und Zeit, sich dem veränderten Leben in Gegenwart und Zukunft zu stellen und sich darin zurechtzufinden. Es braucht vor allem Hoffnung.

Der Prophet Jeremia schreibt: „Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ Als Christen ist uns durch Jesus Christus diese Hoffnung zu einer Gewissheit für die Zukunft geworden. In ihm ging Gott selbst in das Leid und in den Tod, nahm Todesangst und -qualen auf sich. Deshalb dürfen wir darauf vertrauen: Gott kennt alles Leiden, ja, Gott ist im Leiden. Und wir wissen auch: Wie er seinen Sohn nicht allein ließ, wird er niemanden im Leiden und Sterben allein lassen. Die Auferstehung Jesu, wie sie uns in der Bibel bezeugt wird, ist für uns Grund und Anlass zur Hoffnung auf den Anbruch einer neuen Welt, für ein Leben in Gottes Ewigkeit.

Gott schenkt uns Zukunft und Hoffnung. Das sind seine Gedanken! Sie richten unseren Blick auf das, was im vergangenen Jahr war. Und auf das, was uns verheißen ist: Gott wird alles vollenden. Er wird das Leben vollenden, das unvollendet blieb, er wird die Wunden heilen, die offen blieben, er wird Ruhe und Frieden geben, wo Unruhe und Unfrieden waren. Das feiern wir an diesem Ewigkeitssonntag.
Ihr Bischof Dr. Martin Hein
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief, www.blickkontakt.de, Karl-Heinz Burkhardt, Pfr. S. Blum, Privatfotos
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