Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
1. von 10 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2009 Januar, Februar 2010
Liebe Gemeindemitglieder,
das Auto ist der Deutschen liebstes Kind. Doch bekanntlich machen Kinder nicht immer nur Freude, sondern manchmal auch Sorgen.

Die Volkswirtschaft und das Auto
Volkswirtschaftlich gesehen machen Autos vor allem dann Sorgen, wenn sie keiner mehr kauft. Dann werden sie zum Problem. Die Lösung, die den Politikern für dieses Problem eingefallen ist, hieß „Abwrackprämie“. Wer sein altes Auto aus dem Verkehr ziehen ließ und dafür ein neues kaufte, wurde dafür mit einer Prämie belohnt. Außerdem wurden einem angeschlagenen Automobilkonzern staatliche Hilfen zugesagt, um den Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen zu verhindern. Und so kann man rückblickend feststellen, dass in diesem nun zu Ende gehenden Jahr das Auto noch mehr als sonst im Mittelpunkt der deutschen Wirtschaftspolitik stand.

Das Auto und der Advent
Über viele Jahre hinweg spielte das Auto jedoch nicht nur in der deutschen Wirtschaftspolitik eine wichtige Rolle, sondern auch beim „Hünfelder Adventskalender“. Denn der war alle Jahre wieder verbunden mit der Verlosung eines Autos. Ich weiß nicht, ob Sie darüber enttäuscht sind, dass es diese Losaktion seit einigen Jahren nicht mehr gibt. Ich muss zugeben: Ich bin sogar froh darüber, dass der Adventskalender unseres Rathauses nicht mehr die Kulisse für eine Verlosung abgibt. Ich bin froh darüber, dass der Höhepunkt, auf den die Adventszeit in unserer Stadt zuläuft, kein mehr Auto ist. Denn im Advent geht es um etwas anderes.

Der Advent und das Heil
Im Advent geht es nicht um der Deutschen liebstes Kind, sondern um Gottes liebstes Kind: um unseren Herrn Jesus Christus. Gleich im ersten Lied unseres Gesangbuches heißt es: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Und in der zweiten Strophe: „All unsre Not zu End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat.“ (EG 1,2) Der Höhepunkt, auf den die Adventszeit zuläuft, ist also nicht um die Ankunft eines neuen Autos, sondern die Ankunft des Heilands in unserer oft so kaputten Welt. Und der kommt nicht, um Menschen, die nicht mehr so gut „funktionieren“, aus dem Verkehr zu ziehen. Er kommt, um sie zu heilen. An Leib und Seele. Jesus Christus kommt, um unsere Not zu Ende zu bringen.

Das Heil und der Leib Christi
Jesus hat allerdings nie behauptet, dass er das allein kann. Dazu war und ist die Not in unserer Welt zu groß. Die Not von Menschen in Nah und Fern kann nur gelindert werden, wenn die Menschen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit entwickeln. Um die Zusammengehörigkeit aller Christen zu veranschaulichen, hat der Apostel Paulus das Bild vom Leib Christi gebraucht, der aus vielen verschiedenen Gliedern besteht. Wenn wir aber alle Glieder eines Leibes sind, dann kann es uns nicht gleichgültig sein, wenn andere leiden. Denn „wenn ein Glied leidet“, schreibt Paulus, „so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied sich freut, so freuen sich alle Glieder mit.“ (1.Korinther 12,26)

Der Leib Christi und Brot für die Welt
Und eben weil es uns nicht kalt lassen kann, wenn Menschen in dieser einen Welt Mangel an lebensnotwendigen Gütern leiden, haben evangelische Christen vor 50 Jahren die erste Aktion „Brot für die Welt“ ins Leben gerufen. Am 1. Adventssonntag wird auch in unserer Gemeinde die 51. Aktion „Brot für die Welt“ eröffnet. Das leitende Prinzip der Arbeit von „Brot für die Welt“ heißt „Hilfe zur Selbsthilfe“. Menschen sollen nicht nur mit Nahrungsmitteln versorgt werden, sondern sie sollen – im ursprünglichen Sinne des Wortes – „automobil“ werden: Sie sollen in die Lage versetzt werden, sich selbst in Bewegung zu setzen, um ihre Lebenssituation langfristig zu verbessern.

Brot für die Welt und ein Brunnen für Tansania
Dieses Ziel verfolgt auch das Partnerschaftsprojekt unseres Kirchenkreises mit der Nord-Diözese der evangelisch- lutherischen Kirche von Tansania. Im letzten Gemeindebrief hatten wir Sie darüber informiert, dass in diesem Jahr die Hälfte des freiwilligen Kirchgelds für die Finanzierung eines Brunnens zur Verbesserung der Wasserversorgung der Menschen unserer Partnerkirche verwendet werden soll. Auch ein Kinderbibeltag im Juni und unser Gemeindefest Anfang Juli haben sich mit diesem Projekt befasst. Mit einem erfreulichen Ergebnis: Bis zum Redaktionsschluss haben wir Spenden in Höhe von insgesamt 6.658,16 Euro für die Finanzierung des Brunnens gesammelt. Dafür sagen wir allen Spenderinnen und Spendern herzlichen Dank. Zugleich bitten wir Sie, in Ihrem Einsatz für die Menschen in den armen Ländern unserer Erde nicht nachzulassen, denn gerade diese Menschen sind von den Folgen der Finanzkrise noch härter betroffen als wir.

Ich erinnere noch einmal an das Wort des Apostels Paulus: „Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied sich freut, so freuen sich alle Glieder mit.“ Mit einer Spende für „Brot für die Welt“ oder für unser Brunnenprojekt in Tansania können dazu beitragen, das Leiden von Menschen zu lindern. Sie können damit ein Weihnachtsgeschenk machen, über das sich die betroffen Menschen sicher freuen werden und an dem Sie sich mitfreuen dürfen.

Eine gesegnete Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Jürgen Gossler
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief, www.blickkontakt.de, Karl-Heinz Burkhardt, Pfr. S. Blum, Privatfotos
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