Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Dezember 2017"
Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Lk 1,78-79
Gottesdienste
::: 3. Sonntag im Advent, 17. Dez. 2017
18.00 Uhr Gottesdienst mit Empfang des Friedenslichts
::: Mittwoch, den 20. Dezember 2017
19.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 26. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2017
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2018
18.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
2. von 8 Themen im Gemeindebrief - Sommer 2004
Gedanken zum Monatsspruch "Mai 2004"

Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
(Timothes 2, 4)

"Was ist Wahrheit?" - die klassische Frage des Pontius Pilatus liegt nahe, wenn man über den Monatsspruch "Mai" nachdenkt. Im Sprachgebrauch von Politik und Medien werden Kürzungen als Abwärtsanpassungen benannt, das Wort Demographiefaktor durch Nachhaltigkeitsfaktor ersetzt und Entlassungen als Freisetzungen bezeichnet. Worum es wirklich geht, wird durch Worte verschleiert. Bleibt die Wahrheit auf der Strecke? "Gott will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." Das setzt voraus, dass der Mensch fähig ist, selbst zu denken. Auf den ersten blick scheint das selbstverständlich, ist es aber nicht.

Jahrhunderte lang wurde der Gläubige - leider auch von der Kirche - als ein Wesen angesehen, das vor allem belehrt und zurechtgwiesen werden muss. Eigenständiges Denken war nicht gefragt. Hier sagt Paulus nun, was gesagt werden muss. Er fordert in den vorhergehenden Versen des Timotheusbriefes zu Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung auf, und zwar für alle Menschen - auch die der herschenden Obrigkeiten.

Im Gebet kommen die Menschen nicht nur Gott näher, damit ist auch Denken angesagt, so dass sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Dem steht aber der mensch oft selbst im Weg. Immer wieder versucht er, seine Gesinnung mit dem eigenen Kopf durchzusetzen, anstatt im Gebet über Gott Willen nachzudenken. "Gott will", aber er macht sehr oft den Eindruck, als ob wir, die Menschen, nicht wollten; zumindest nicht ernsthaft. Das war zu Paulus' Lebzeiten auch nicht anders als heute.

Gottes Tür steht uns immer offen. Wenn wir sie durchschreiten, wozu wir alle eingeladen sind, wird man uns als Christen erkennen. Woran? An unseren Worten und Taten. In diesen müsste sich das Geheimnis wiederspiegeln, dass Gott in seinem Sohn Jesus Christus Mensch geworden ist. Wo sich nämlich Wahrheit und Liebe in unseren Worten verbünden, da wird Gottes Wort menschlich und greifbar. Es bekommt Hand und Fuß.

Wie viele Worte wechseln Liebende bis sie sich sammeln in dem einen "JA- Wort". Aber Worte können auch Gemeinschaft zerstöären. Das sind dann Worte, die nicht helfen, die nicht öffnen und Vertrauen schenken. Das sind Worte, die treffen, verletzen, ja verschließen. Nun meinen wir, bisweilen auch dem anderen einmal gründlich die Wahrheit sagen zu müssen. Jedoch nicht jeder erträgt die Wahrheit in einer derart unhöflichen und lieblosen Form. Lieblose Wahrheit und unwahre Liebe dienen weder uns noch anderen. Gottes Wort dagegen schmeichelt uns nicht. Es deckt vielmehr das "Dunkel" in uns auf. Es hält uns die Wahrheit hin wie einen neuen Mantel, der schützt, so dass wir den alten Mantel, der nur verdeckte, getrost ablegen können.

Die Wahrheit zu sagen ist also nicht in erster Linie eine Sache unserer Einstellung und Gesinnung, sondern vor allem der unter Gottes Verantwortung richtigen Erkenntnis und Beurteilung der tatsächlichen Verhältnisse.

Herr, unser Gott, in deinem Wort erkennen wir die Wahrheit, die uns stärkt und frei macht und die uns hilft im Alltag zu bestehen.
Karl Best, Kirchenältester
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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