Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
1. von 9 Themen im Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2009
Liebe Gemeinde,
„Kirchturmdenken“ – so nennt man es, wenn eine Gemeinde nur die eigenen Interessen im Blick hat und sich wenig darum kümmert, was jenseits ihrer Grenzen geschieht.

Unser „Kirchturmdenken“
Doch manchmal kommen auch Gemeinden, die bemüht sind, auch die Bedürfnisse anderer nicht aus dem Blick zu verlieren, um „Kirchturmdenken“ nicht ganz herum. So erging es auch uns, als wir bei einer Baubegehung feststellen mussten, dass der Turm unserer Kirche sanierungsbedürftig war. Reinigungsarbeiten im Turm und die Erneuerung von Balken der Holzkonstruktion waren nach Einschätzung unseres Architekten, Herrn Werner Kramer, dringend notwendig. Da beide Maßnahmen nur von Fachfirmen durchgeführt werden konnten, kamen für unsere Gemeinde ganz schnell unplanmäßige Kosten von über 8.000 Euro zusammen. Einen Teil dieser Kosten können wir mittels der Baurücklage finanzieren, die wir in den vergangenen Jahren angespart haben. Den anderen Teil hoffen wir durch einen Teil des freiwilligen Kirchgelds decken zu können, um das wir Sie auch in diesem Jahr wieder herzlich bitten.

Über den Kirchturm hinaus denken
Dennoch halten wir es für wichtig, auch in der Zeit der Finanzkrise über den eigenen Kirchturm hinaus zu denken. Gerade als Kirchengemeinde sollten wir uns ins Gedächtnis rufen, dass es jenseits unserer Gemeindegrenzen ungezählte Menschen gibt, die unter ungleich schwierigeren Bedingungen leben und zur Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse auf Hilfe von außen angewiesen sind. Zu diesen Menschen gehören auch die Mitglieder der Nord-Diözese der evangelischlutherischen Kirche von Tansania. Diese Diözese am Fuße des Kilimandscharo ist seit nunmehr fast 30 Jahren die Partnerkirche unseres Kirchenkreises. Seitdem fördert unser Kirchenkreis dort ein Projekt für Gesundheit und Erziehung. Eine Delegation unseres Kirchenkreises, die im vergangenen Jahr unsere tansanischen Partner besucht hat, konnte sich vor Ort davon überzeugen, dass die Arbeit des Projekts erfreulich gute Früchte trägt. Die Delegation musste aber auch feststellen, dass noch viel getan werden könnte und müsste, um die gesundheitlichen Lebensverhältnisse der nach wie vor sehr armen Bevölkerung zu verbessern.

Ein Brunnen für Tansania
Zu den größten Problemen unserer tansanischen Brüder und Schwestern gehört noch immer die mangelnde Wasserversorgung vieler Dörfer. An fließendes Wasser, das für uns selbstverständlich ist, ist in Tansania nicht zu denken. Das Trinkwasser muss in der Regel aus weit entfernt gelegenen und oft verunreinigten Wasserquellen herangeschafft werden. Mit Spenden aus den Gemeinden und von einigen Privatpersonen unseres Kirchenkreises konnte in den vergangenen Jahren bereits der Bau eines Brunnens finanziert werden. Der Brunnen versorgt nun viele Menschen mit Wasser und trägt damit auch erheblich zur Verbesserung der hygienischen Lebensbedingungen bei. Nun ist der Bau eines weiteren Brunnens in Planung. Vor dem eigentlichen Bau muss aber erst eine Bohrung erfolgen, die etwa genauso teuer sein wird wie der Bau des Brunnens selbst. Die Kosten für beide Maßnahmen werden auf insgesamt etwa 30.000 Euro geschätzt. Das ist nicht wenig. Aber dieses Geld ist sicher gut angelegt. Es ist eine sichere Investition in die Gesundheit und die Lebensqualität vieler Menschen im Norden Tansanias.

Unser Kirchturm und unsere Partnerkirche
Unser Kirchenvorstand hat deshalb beschlossen, in diesem Jahr das freiwillige Kirchgeld je zur Hälfte für die Sanierung unseres Kirchturms und für das Brunnenprojekt unseres Kirchenkreises für unsere Partnerkirche zu erbitten. Wir hoffen, dass unsere Gemeinde mit Ihren Spenden einen Grundstock für die Finanzierung dieses Projekts bereitstellen kann. Und wenn erst einmal ein Grundstock vorhanden ist, wird es bestimmt gelingen, das notwendige Geld mit den vereinten Kräften des Kirchenkreises zusammenzubekommen.

Wir möchten auch den Familiengottesdienst zu unserem Gemeindefest (Programm auf der Heftrückseite) am 5. Juli dazu nutzen, der Gemeinde das Partnerschaftsprojekt unseres Kirchenkreises wieder neu in Erinnerung zu rufen. In der Hoffnung, dass wir Ihnen dort begegnen werden, und mit herzlichen Segenwünschen für die bevorstehende Urlaubszeit grüßen Sie
Pfarrer Jürgen Gossler
Pfarrer Stefan Remmert
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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