Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
2. von 11 Themen im Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2008
Liebe Gemeinde,
hier ist zunächst der Bericht der Konfirmanden 2009, wie sie die Konfirmandenfreizeit erlebt haben.

Konfirmandenfreizeit vom 30.05. bis 01.06.2008

Am Freitag, dem 30.05.2008 wanderten wir um 10.00 Uhr vom Gemeindehaus los.
Gegen 12.00 Uhr merkten wir (nachdem wir über Kuh- und Pferdeweiden gehen mussten und Herr Remmert einen unschuldigen Maschendrahtzaun dem Erdboden gleichgemacht hatte), dass unser Pfarrer Schwierigkeiten hat , Wanderkarten mit der Wirklichkeit in Verbindung zu bringen: Wir fanden die richtigen Abzweigungen nicht und gegen 13.00 Uhr, als wir wieder befestigte Straße unter den Füßen hatten und Schilder sahen, wurde uns klar, dass wir ca. 3 km zu weit gelaufen waren. Wir versuchten, jeden einzelnen Autofahrer dazu zu bewegen, uns den Weg zu sagen oder uns mitzunehmen, doch wir wurden für Kindergartenkinder gehalten, die Anhalterstreiche spielen wollten.

Gegen 14.00 Uhr befanden wir uns endlich wieder in einer Art Zivilisation (Rothenkirchen) und riefen in der Villa Phantasia an, damit Herr Reul uns abholte. Als wir endlich auf eine eiskalte Dusche und ein Bett hofften, durften wir uns einen Vortrag von Herrn Reul anhören. Danach hatten wir für diesen Tag endlich Ruhe.
Am nächsten Tag gingen wir mit einem Förster in den Wald. Alle zwei Meter durften wir einen Baum bestaunen. Dann mussten wir Eichhörnchen spielen und Maiskörner verstecken und wiederfinden.

Am Abend machten wir ein Lagerfeuer und rösteten Stockbrot (das nur nach Salz schmeckte). Gegen 22.30 Uhr machten wir eine Nachtwanderung durch den Wald, der dunkel und sehr neblig war. Auf einer Lichtung blieben wir stehen und mussten für 6 Minuten still sein, die Augen schließen und lauschen (es bestand übrigens Wildschweingefahr). Wussten Sie eigentlich, dass man immer den Flugverkehr hört?

In dieser Nacht schliefen wir durchschnittlich drei Stunden, unter anderem weil wir am Abend eine faustgroße Schnake in unserer Dusche gefunden hatten. Die Meinungen der KonfirmandInnen über die Fahrt waren geteilt, aber die Mehrheit empfand die Freizeit als gelungen.

Tamara Zimmermann
Nora Bentler
Alexander Quell
Und nun die Sicht des Pfarrers:

Der Gedanke des Weges als Bild des Glaubens fasziniert mich. Darum gehe ich auch gerne mit Konfirmanden. Unterwegs kommt man ins Gespräch, unterhält sich über so manches, wozu beim Unterricht keine Zeit bleibt. Auch die Konfirmanden sind sich unterwegs näher gekommen, denn nicht alle kannten sich aus den Schulen. Gemeinsam etwas machen und dabei ins Gespräch kommen geht aus meiner Sicht auf einem Weg am besten.

Dass der Wanderweg nicht so gut bezeichnet war, wie ich es aus dem Sauerland gewohnt bin, war unglücklich. Aber glücklicher Weise konnten wir uns ja abholen lassen. So verging der erste Tag mit Wandern und Erzählen. Den Abend beschlossen wir mit Liedern, Außerdem habe ich erzählt, wie ich dazu gekommen bin, Pfarrer zu werden.

Am nächsten Tag erkundeten wir mit einem Förster die heimische Flora. Wir lernten, dass es unterschiedliches Grün gibt, welche Bäume hier in unserer Region wachsen und wie ein guter Wald aussieht. Ich glaube, dass man nur das, was man kennt, auch schützt. Wir haben diese Welt von Gott anvertraut bekommen, und wir sollten mit ihr gut umgehen. Das Eichhörnchenspiel brachte uns nahe, wie schwierig es für die Tiere ist, über den Winter zu kommen. Nur die Hälfte der Gruppe ist „über den Winter“ gekommen.

Den Nachmittag bastelten wir und beschäftigten uns mit dem Psalm 139 und überlegten, was er für unser Leben bedeuten kann. Der Abend klang mit Stockbrotessen und einer Nachtwanderung ohne Taschenlampe aus.

Am Sonntag beschäftigten wir uns mit der Weggeschichte des „Verlorenen Sohnes“ und überlegten, welche Schritte er gehen musste, um wieder zu seinem Vater zu gehen. Als Pfarrer möchte ich mich für die schöne Freizeit bei allen TeilnehmerInnen bedanken.

Hier noch der Psalm 139:
1 Herr, du durchschaust mich, du kennst mich bis auf den Grund. 2 Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du kennst meine Pläne von ferne. 3 Ob ich tätig bin oder ausruhe, du siehst mich; jeder Schritt, den ich mache, ist dir bekannt. 4 Noch ehe ein Wort auf meine Zunge kommt, hast du, Herr, es schon gehört. 5 Von allen Seiten umgibst du mich, ich bin ganz in deiner Hand. 6 Dass du mich so durch und durch kennst, das übersteigt meinen Verstand; es ist mir zu hoch, ich kann es nicht fassen. 7 Wohin kann ich gehen, um dir zu entrinnen, wohin fliehen, damit du mich nicht siehst? 8 Steige ich hinauf in den Himmel - du bist da. Verstecke ich mich in der Totenwelt - dort bist du auch. 9 Fliege ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder zum Ende des Meeres, wo sie versinkt: 10 auch dort wird deine Hand nach mir greifen, auch dort lässt du mich nicht los. 11 Sage ich: »Finsternis soll mich bedecken, rings um mich werde es Nacht«, 12 so hilft mir das nichts; denn auch die Finsternis ist für dich nicht dunkel und die Nacht ist so hell wie der Tag. 13 Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist, mich zusammengefügt im Schoß meiner Mutter. 14 Dafür danke ich dir, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. An mir selber erkenne ich: Alle deine Taten sind Wunder! 15 Ich war dir nicht verborgen, als ich im Dunkeln Gestalt annahm, tief unten im Mutterschoß der Erde. 16 Du sahst mich schon fertig, als ich noch ungeformt war. Im Voraus hast du alles aufgeschrieben; jeder meiner Tage war schon vorgezeichnet, noch ehe der erste begann. 17 Wie rätselhaft sind mir deine Gedanken, Gott, und wie unermesslich ist ihre Fülle! 18 Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer. Nächtelang denke ich über dich nach und komme an kein Ende. 19 Gott, bring sie doch alle um, die dich und deine Gebote missachten! Halte mir diese Mörder vom Leib! 23 Durchforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, prüfe meine Wünsche und Gedanken! 24 Und wenn ich in Gefahr bin, mich von dir zu entfernen, dann bring mich zurück auf den Weg zu dir!
Ihr Stefan Remmert
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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