Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Dezember 2017"
Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Lk 1,78-79
Gottesdienste
::: 3. Sonntag im Advent, 17. Dez. 2017
18.00 Uhr Gottesdienst mit Empfang des Friedenslichts
::: Mittwoch, den 20. Dezember 2017
19.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 26. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2017
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2018
18.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
1. von 5 Themen im Gemeindebrief - März, April, Mai, Juni 2008
Liebe Gemeinde!
Albert Camus, der französische Schriftsteller, schreibt in seinem Buch „Der erste Mensch“, das nach seinem Tode veröffentlicht wurde: „Es gibt Menschen, die die Welt rechtfertigen, die durch ihr bloßes Dasein leben helfen.“ Im Laufe meines Lebens durfte ich solche Menschen kennen lernen. Sicher fragen Sie sich, was das für Menschen sind. Für mich sind es Menschen, die einfach für jemand anderen da sind und ruhig und unauffällig die ihnen aufgetragene Verantwortung für sich, die anderen und die Mitwelt übernehmen.

Hochachtung und Dankbarkeit erfüllt mich für die Menschen, die in unserem Gemeinwesen bereit sind, sich für andere zu engagieren, in den Kirchen, in den Vereinen, in gesellschaftlichen Gruppen und in der Politik. Ohne solche Menschen wäre unser aller Leben kalt. Ohne solche Menschen gäbe es kein Gemeinwesen. Ohne solche Menschen wäre nicht nur unsere Demokratie gefährdet, sondern kirchliches Leben unmöglich.

Natürlich kann man auch das Tun und Lassen der anderen kritisieren. Man kann immer etwas besser machen. Aber dafür müssen dann auch die, die es besser zu wissen meinen, bereit sein Verantwortung zu übernehmen, um es dann auch besser zu machen.

Viel gelernt habe ich von den Menschen, die ich bei ihrem Sterben begleiten durfte. Für mich wurde in den Gesprächen deutlich, was wirklich wichtig im Leben ist. Das sind nicht die großen Dinge oder Materielles, sondern die vielen kleine Gesten und Dinge: ein gutes Gespräch, ein schöner Spaziergang, die Sonne untergehen sehen, mit den Kindern spielen.

Von den Sterbenden habe ich gelernt, dass wir alle von Liebe, Barmherzigkeit, Vertrauen und Treue leben. Theoretisch wusste ich das auch, aber es ist noch einmal anders, wenn man das unmittelbar erfährt. Traurig finde ich es, dass es auch mir nicht gelingt, dieses Wissen in meinem Alltag zu leben.

Bei vielen Taufgesprächen habe ich an dem Staunen über einen neuen Menschen teilgehabt. Auch an der Erkenntnis, wie zerbrechlich unser Leben ist und wie sehr wir auf unsere Mitmenschen angewiesen sind. Leider verliert sich auch diese Erkenntnis immer wieder im Alltag.

Dankbar bin ich allen Menschen, die meine Arbeit als Pfarrer kritisch und wohlwollend begleiten. Das Gespräch mit ihnen hilft mir, neue und andere Einsichten zu bekommen, aber auch meine eigenen Positionen zu präzisieren.

Wichtig sind mir die Gedanken des Gedichtes „Christen und Heiden“ von Dietrich Bonhoeffer.
  1. Menschen gehen zu Gott in ihrer Not, / flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot, / um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod. / So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.
  2. Menschen gehen zu Gott in Seiner Not, / finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot, / sehn ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod. / Christen stehen bei Gott in Seinem Leiden.
  3. Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,/ sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot, / stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod, / und vergibt ihnen beiden.
Dass wir das erkennen, wie sehr wir alle von Gottes Güte und Barmherzigkeit leben, dass wir alle Gott in seiner Not beistehen, indem wir uns unserem Nächsten zuwenden, und dass schließlich Gott zu unserem Heil gekommen ist und uns alle sättigt, das wünsche ich Ihnen und mir. Ihnen allen eine besinnliche Passionszeit und gesegnete, frohe Ostern.
Ihr Pfarrer Stefan Remmert
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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