Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Dezember 2017"
Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
Lk 1,78-79
Gottesdienste
::: Mittwoch, den 20. Dezember 2017
19.00 Uhr Adventsandachten
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
15.30 Uhr Familiengottesdienst
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
17.30 Uhr Christvesper für Erwachsene
::: Heiligabend, 24. Dezember 2017
22.00 Uhr Christmette mit Abendmahl
::: 1. Weihnachtstag, 25. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl
::: 2. Weihnachtstag, 26. Dez. 2017
10.00 Uhr Gottesdienst
::: Silvester, 31. Dezember 2017
18.00 Uhr Jahresschlussgottesdienst
::: Neujahr, 1. Januar 2018
18.00 Uhr ökumenischer Gottesdienst zu Beginn des neuen Jahres in der Klosterkirche
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
9. von 13 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2007 Januar, Februar 2008
Gottes Weisheit schenkt neues Verstehen
Weltgebetstag 2008

Haben Sie das gewusst? Es gibt drei Guyanas, die nebeneinander an der lateinamerikanischen Atlantikküste liegen. Die Liturgie zum Weltgebetstag 2008 kommt aus der – ganz westlich gelegenen – Kooperativen Republik Guyana. Sie gehört geschichtlich, wirtschaftlich und kulturell gesehen zur Karibik und ist bis heute geprägt durch die Kolonialmächte Niederlande, Spanien und England.

Neben wenigen Menschen mit europäischen oder chinesischen Wurzeln sind nur ca. 750000 GuyanerInnen zumeist Af ro- GuyanerInnen (31%) und Indo-GuyanerInnen (43%). Guyana, „Land der vielen Wasser“ hat nur einen 70 km breiten Küstenstreifen, der landwirtschaftlich genutzt werden kann – vor allem für Zuckerrohr- und Reisanbau. Dort liegen die meisten Städte, auch die Hauptstadt Georgetown, in der 170000 Menschen leben.

Das Landesinnere ist gebirgige Savanne mit tropischem Regenwald – heute noch zu 80%, aber das ausbeutende Abholzen und damit die Zerstörung einer einmaligen Flora und Fauna hat schon begonnen. Die indigene Bevölkerung (ca. 9%), die sich Amerindians nennt, lebt in diesen Gebieten überwiegend von dem, was sie selbst anbauen. Wenn abgeholzt wird oder Bodenschätze abgebaut werden, müssen sie weichen – sie haben zwar Landrechte, aber „was unter der Erde ist“ gehört dem Staat. Guyana ist nach Haiti das ärmste Land der Karibik, trotz der Bodenschätze Bauxit, Diamanten und Gold.

Die Verfasserinnen der Liturgie bringen uns das biblische Buch Hiob näher und bitten wie Hiob um Gottes Weisheit zur Bewältigung der Probleme in ihrem Land – v. a. Unterschiede und Spannungen zwischen den verschiedenen Ethnien. Denn während die von den Briten zur Sklavenarbeit in den Zuckerrohrplantagen ins Land geholten Afrikaner ihrer Tradition und Familie komplett beraubt wurden, konnten die später folgenden indischen Vertragsarbeiter ihre kulturelle und religiöse Identität bewahren. Die britische Kolonialmacht und später auch weitere ausländische und guyanische Mächte haben sich diese Spannungen zu Nutze gemacht.

Politische Parteien sortieren sich nach ethnischer Zugehörigkeit und ihre Anhänger kämpften v. a. in den 70er bis 90er Jahren erbittert und gewaltvoll gegeneinander. Korruption, Gewalt und Intrigen brachten Guyana an den Rand des Ruins. Viele Menschen wanderten nach Kanada, USA oder England aus und heute leben fast mehr GuyanerInnen im Ausland als in der ehemaligen Heimat. Mit ihren Geldüberweisungen unterstützen sie im Land verbliebene Verwandte und leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zu Guyanas Wirtschaft. Die aktuelle Regierung bemüht sich um innenpolitische Stabilität und Wirtschaftswachstum. Neben den ausländischen Investoren kehren nun auch wieder Ausgewanderte hoffnungsvoll in ihre Heimat zurück.

Gottes Weisheit schenkt neues Verstehen.
Die Weltgebetstagsfrauen aus elf Konfessionen (gut die Hälfte der Bevölkerung sind Christen, 2/3 protestantisch, 1/3 katholisch, die anderen meist Hindus) sind voller Zuversicht, dass sie mit Gottes Hilfe neue Wege im Zusammenleben ihrer verschiedenen Bevölkerungsgruppen finden werden. „Gott, lass uns deiner Weisheit vertrauen und Werkzeuge werden, die unsere Gesellschaft so umgestalten, wie du sie gewollt hast“, heißt es in ihrer Liturgie. Sie wollen zupacken wie die tatkräftige Martha und sich wie ihre Schwester Maria vertrauensvoll ganz auf Jesus verlassen. Und Hiob, der im Elend lebt, ist ein Bruder für leidende Menschen in Guyana und kann ihnen in seiner Beharrlichkeit neuen Lebensmut schenken. Die Weltgebetstagsfrauen rufen uns weltweit zum Gebet in Ehrfurcht und Vertrauen zu Gott auf und ermutigen uns zu weisem Tun zum Wohl der Menschen.
Renate Kirsch
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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