Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
10. von 11 Themen im Gemeindebrief - Nov., Dez. 2006 Januar, Februar 2007
Frauen auf Abwegen
"Wohin die Füße tragen - Pilgern für einen Tag". Unter diesem Motto stand der diesjährige Frauenkreisausflug. Dreizehn Frauen machten sich auf den Weg. Ich bin zunächst skeptisch: Pilgern, als evangelische Christen? Aber ich lasse mich auf diese Erfahrung ein und bin gespannt.

Kloster Germerode - Kraftquelle für dich und mich - dieses Tagungshaus unserer Landeskirche in Meißner- Germerode ist ein wahrhaft beeindruckendes Kleinod. Dorthin fahren wir abends, nehmen Quartier, schauen gemeinsam weltmeisterlichen Fußball und legen uns in Erwartung des kommenden Tages zur Ruhe.

An Fronleichnam starten wir unseren Fußmarsch. Schweigend sollen wir entlang der Frieda pilgern. Schweigend? Wo wir uns doch so viel zu erzählen hätten?

Das Wort "Pilger" stammt vom lateinischen "peregrinus" ab und bedeutet "Fremdling". Fremd fühlen wir uns in der Natur wahrhaftig nicht. Eher steigt das Zusammengehörigkeitsgefühl mit jedem Schritt. Schweigend miteinander einen Weg zu beschreiten ist ungewöhnlich für mich, beeindruckt mich aber mehr und mehr. Ich lenke mich nicht ab, bin konzentriert. Unsere jüngste Pilgerin Waafa Ishak hüpft fröhlich durch feuchtes Gras, die älteste setzt unverdrossen einen Fuß vor den anderen. Meine anfänglichen Bedenken lösen sich bei diesem Anblick in Wohlgefallen auf.

Unser Gemeinschaftsgefühl wird kurzzeitig auf die Probe gestellt, als wir "vom rechten Weg abkommen". Da die Wegweiser wenig Aufschluss geben, wird das Schweigegelübde für kurze Zeit gebrochen und wir finden den rechten Weg zum Hülfensberg. Dort atmen wir durch und gewinnen Kraft, wie es die Wallfahrtsstätte verspricht. Auf unserem Weg erreichen wir Stationen des Innehaltens, an denen Gebete gesprochen werden und wir Symbole für unser Leben und den Sinn dieser Wanderung erhalten.

Unser Dank gilt Frau Renate Ehmer, die diese Pilgerreise so hervorragend vorbereitet hat und der wir diese neuen Erfahrungen verdanken. Ja, Pilgern, das ist "Beten mit Füßen".



Frau Ehmer auf der Suche nach dem „rechten Weg“.

Dr. Friederike Lang
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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