Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld
Monatsspruch "Oktober 2017"
Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.
Lk 15,10
Gottesdienste
::: Dienstag, den 31. Oktober 2017
10.00 Uhr Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Gemeindebrief-Archiv
Gemeindebriefe und Themeninhalte aus der Vergangenheit
6. von 11 Themen im Gemeindebrief - Juli, August, September, Oktober 2006
Eindrücke vom Landeskirchentag in Gelnhausen
Vom 02. bis 04. Juni fand in Gelnhausen der 5. Landeskirchentag statt. Die Losung lautete: "Wes Geistes Kind ich bin".

Fünf Frauen aus unserer Gemeinde machten sich am Pfingstsonnabend auf den Weg zum "großen Kirchenfest", wie es in der Ankündigung zum Landeskirchentag hieß. Um es gleich vorweg zu nehmen: die große Kirchentagsfeststimmung ließ sich nicht spüren; das mochte teilweise auch am kalten und trüben Wetter gelegen haben. Dennoch haben wir es nicht bereut, nach Gelnhausen gefahren zu sein.

Schon die Stadt selbst ist eine Reise wert. Jahrhunderte alte Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild von Gelnhausen, und über allem thronen die Türme der mächtigen Marienkirche. Im Dialog erarbeiteten Pröpstin Marita Natt aus Bad Hersfeld und Propst Pauli aus Hanau einen Text aus dem Römerbrief des Apostels Paulus (Röm. 8,14-17). Gottes Geist macht uns zu Kindern Gottes. Mit der Taufe haben wir den kindlichen Geist empfangen, der uns lehrt, Gott Vater zu nennen, ihm zu vertrauen. Wir wissen nun, "wes Geistes Kind ich bin".

Danach bummelten wir über den "Markt der Wirklichkeiten". Im Bereich der Gelnhäuser Altstadt stellten Einzelpersonen und Gruppen aus Kirche und Gesellschaft ihre Arbeit vor. Am Stand der Bibelgesellschaft wurden Neue Testamente verschenkt, am Stand der Theologiestudenten ging es um die entscheidenden Eigenschaften, die ein Pfarrer haben sollte. Die meisten tippten auf "kommunikationsfähig". Gefreut haben wir uns, auf einen Stand des Klosters Germerode zu treffen, da der Frauenkreis demnächst dorthin reisen will.

Der Landeskirchentag umfasste drei Themenbereiche:
1. Gottvertrauen
2. Menschenfragen
3. Weltgestalten

Wir nahmen aus dem zweiten Themenbereich an zwei Podiumsveranstaltungen teil. Zuerst zum Thema: "Dem Tod ins Gesicht sehen. Die Diskussion um würdiges Sterben". Wir wissen, dass viele Menschen für eine aktive Sterbehilfe eintreten. Die Experten auf dem Podium informierten über die aktuelle gesellschaftliche Diskussion aus christlich-ethischer, medizinischer und juristischer Sicht. Besonders beeindruckend waren die Voten von zwei Betroffenen, das heißt von zwei Menschen, die dem Tod schon ins Gesicht gesehen haben. Große Zustimmung und Anerkennung fand die Arbeit der Hospizbewegung.

Am Nachmittag hieß das Thema: "Hauptsache gesund. Wege zu gelingendem Leben."

Es begann mit einem sehr humorvollen, sehr kurzweiligen Vortrag: "Lebenslust - über Risiken und Nebenwirkungen der Gesundheit." - Professor Manfred Lütz, Theologe und Psychiater und ein waschechter "Köllsche Jung", ließ ein Feuerwerk an Pointen los über unseren Gesundheitswahn und Fitnesskult, dass wir aus dem Lachen nicht herauskamen. Aber das Thema blieb ernst. Wie gedankenlos wünschen wir: "Hauptsache gesund!". Und was ist mit denen, die mit ihrer Krankheit leben müssen? Beim anschließenden Podiumsgespräch kam auch hier eine Betroffene zu Wort: Eine Frau berichtete von ihrem Leben nach der Krebserkrankung. Das hat uns sehr bewegt.

Schließen möchte ich diesen Bericht mit einem Vers aus einem Lied, das eigens zur Losung des Kirchentages verfasst wurde:

Wir wollen Gott vertrauen,
erst recht zu dieser Zeit.
Auf seine Hilfe bauen,
in allem Widerstreit.
Wir sollen Glauben wagen,
im Zweifel nicht verzagen.
Wes Geistes Kind ich bin,
bestimmt woher, wohin.

Pfarrerin i. R. Renate Ziegler
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Bildquellen: Magazin Gemeindebrief
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